Vor 50 Jahren entlassen Schüler der Johannisschule Osnabrück feiern Wiedersehen

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Klassentreffen: Schüler der alten Johannisschule feiern ihr Wiedersehen in Osnabrück. Foto: Eölvira PartonKlassentreffen: Schüler der alten Johannisschule feiern ihr Wiedersehen in Osnabrück. Foto: Eölvira Parton

mza Osnabrück. ,,Es ist jedes Mal wieder ein großes Hallo wenn man sich trifft“. So beschreiben die 15 ehemaligen Schüler und Lehrer ihr erneutes Aufeinandertreffen, mittlerweile 50 Jahre nach der Entlassung aus der alten Johannisschule.

Dort wo diese 1967 nach mehr als 100 Jahren Bestand abgerissen wurde steht heute das Christliche Kinderhospital Osnabrück. ,,Die meisten Klassentreffen von Ehemaligen finden für gewöhnlich in deren alten Schule statt. Unsere gibt es nicht mehr und deswegen machen wir eine Stadtrundfahrt im historischen Doppeldeckerbus durch Osnabrück‘‘, erklärt Ursula Hautkappe. Ein weiterer Grund für die touristische Fahrt sei, dass viele der ehemaligen Klassenkameraden mittlerweile in ganz Deutschland verteilt wohnen und sie die Schönheiten der Friedensstadt möglicherweise bereits vergessen hätten.

Recherchearbeit nötig

Die alleinige Organisatorin der Treffen, dies sei an dieser Stelle erwähnt, möchte namentlich nicht genannt werden. Ihre Schulkameraden attestieren ihr hierfür viel Bescheidenheit sind aber umso glücklicher, dass sie es durch die Organisation alle fünf Jahre möglich macht, Erinnerungen und Erfahrungen aus verschiedenen Lebenswegen austauschen zu können. Das erste Mal trafen sich die Johannisschüler nach 35 Jahren. ,,Viele erkannten sich damals gar nicht wieder‘‘, meint die Organisatorin. In einer Zeit ohne Internet mussten damals noch alte Klassenlisten angefragt werden um alle Namen beisammen zu haben. Es war also ein wenig Recherchearbeit nötig.

Weitere Treffen folgen

In erster Linie wurde in alten Erinnerungen geschwelgt, so erinnert sich das Kollektiv daran, dass der Schulleiter einen großen Schlüsselbund hatte mit dem er sehr gut zielen konnte. Wer im Unterricht nicht aufpasste oder plauderte sei in Gefahr gekommen Bekanntschaft mit diesem Bund zu machen. Es soll auch mal vorgekommen sein, dass die Schulmesse vor Beginn des Unterrichts geschwänzt wurde. ,,Da konnte die Lehrerin Paula Gausmann schnell streng werden‘‘, erinnert sich Ursula Hautkappe. Die ehemalige Lehrkraft, eines ihrer Fächer war katholische Religion, spricht aber nur positiv von der alten Klassengemeinschaft und beschwichtigt, dass sie sich früher nie Sorgen um einen ihrer Schützlinge machen musste.

Nach der Fahrt zog es die Gesellschaft weiter in ein Gasthaus um den Tag ausklingen zu lassen. ,,Wir hoffen, dass wir noch viele dieser Treffen erleben werden‘‘, so Ursula Hautkappe.


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