Ausschuss regt Engagement an Osnabrück: Kultur soll Flüchtlinge integrieren

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Beispiel für Kultur, an der alle teilhaben können: Die Kreativwoche „24/7“ fand im Sommer 2014 in der Kunsthalle Osnabrück statt. Foto: dpaBeispiel für Kultur, an der alle teilhaben können: Die Kreativwoche „24/7“ fand im Sommer 2014 in der Kunsthalle Osnabrück statt. Foto: dpa

Osnabrück. Was haben Flüchtlinge von der Kulturszene in Osnabrück? Der Kulturausschuss des Stadtrates votiert für mehr Engagement.

Ausschussvorsitzender Sebastian Brake (Bündnis 90/Die Grünen) trat in der Sitzung des Kulturausschusses am 27. Mai 2015 dafür ein, Flüchtlinge in Osnabrück stärker in Kulturprojekte zu integrieren. Nach dem entsprechenden Antrag von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD soll die Kulturverwaltung prüfen, inwieweit Flüchtlinge in kulturelle Projekte in der Stadt integriert werden können. Brake regte an, Gespräche mit Künstlern und Kulturmachern zu führen. Wie Dirk Koentopp (SPD) ergänzend sagte, gehe es nicht nur darum, dass Flüchtlinge von der Kulturszene profitierten. Die Osnabrücker Kultur könne umgekehrt womöglich auch einiges von den Flüchtlingen lernen.

In der Frage, inwieweit dieses Projekt Sache der Kulturverwaltung oder des ehrenamtlichen Engagements sein soll, gab es allerdings mehr als eine Meinung. Ingo Dauer (CDU) fand den Vorschlag von Brake „begrüßenswert“, wollte allerdings die Kulturarbeit mit und für Flüchtlinge als Frage des Ehrenamtes verstanden wissen. Kultur dürfe auch „staatlich unorganisiert“ sein“, so Dauer. Andere Ausschussmitglieder wiesen allerdings darauf hin, dass der diskutierte Antrag lediglich einen Prüfauftrag, aber keine Handlungsanweisung enthalte.

Wie sehr Flüchtlinge teilweise bereits in die Kulturarbeit integriert sind, machte hingegen Gotthard Czekalla deutlich. Der stellvertretende Vorsitzende des Osnabrücker Museums- und Kunstvereins wies darauf hin, dass der Verein bereits Kunstworkshops für Flüchtlingskinder anbiete. Dieses Angebot werde auch wahrgenommen, sagte Czekalla. Es komme jedenfalls darauf an, die Beteiligung von Flüchtlingen an Kulturangeboten zu organisieren, sagte Ausschussmitglied Ulrich Sommer (SPD). „Alle sollen vom Osnabrücker Kulturangebot profitieren“, so Sommer.


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