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„Schatz-Rabatz“ nominiert Kommt das „Kinderspiel des Jahres“ aus Osnabrück?

Nominiert für das Kinderspiel des Jahres 2015: Karin Hetling aus Osnabrück. Archiv-Foto: Karsten GrosserNominiert für das Kinderspiel des Jahres 2015: Karin Hetling aus Osnabrück. Archiv-Foto: Karsten Grosser

Osnabrück. Die Osnabrücker Spieleautorin Karin Hetling ist mit ihrem Spiel „Schatz-Rabatz“ (Noris) für das „Kinderspiel des Jahres“ 2015 nominiert. Das gab die „Spiel des Jahres“-Jury am Montag bekannt.

Für die 48-jährige Förderschullehrerin aus Osnabrück ist die Nominierung ein weiterer Meilenstein in ihrer noch kurzen Karriere als Spieleautorin. Im Jahr 2010 erhielt die damalige Newcomerin den Förderpreis der Jury „Spiel des Jahres“ , ein für Nachwuchsautoren ausgeschriebenes Stipendium, das ihr einen grundlegenden Einblick in die Branche vermitteln sollte. Hetling scheint die Chance genutzt zu haben, denn drei Jahre später gewann sie mit „Tino Topini“ (Ravensburger, in Deutschland als „Mausgetrixt“ erschienen) den Kritikerpreis „As d‘Or“ in der Kategorie Kinderspiel , vergleichbar mit dem deutschen „Spiel des Jahres“.

So geht „Schatz-Rabatz“

In „Schatz-Rabatz“ versuchen zwei bis vier Piraten ab fünf Jahren, ihre jeweils eigene Truhe mit möglichst vielen der für alle ausliegenden Schätze zu füllen. Turbulente Momente sind garantiert, da alle gleichzeitig spielen und die Sanduhr nur 30 Sekunden Zeit lässt, um die Truhe möglichst schnell und doch effizient zu befüllen. Nicht einfacher wird das Ganze dadurch, dass die Schätze sich in Form und Größe unterscheiden. Es gewinnt aber nicht automatisch der mit den meisten Schätzen. Denn erst muss Fährmann Jack bezahlt werden, und der knöpft den Piraten manches Mal den halben Inhalt seiner Kiste ab.

Das sagt die „Spiel des Jahres“-Jury

Das sagt die Jury zu „Schatz-Rabatz“: „Karin Hetlings temporeiches Sammelspiel erfordert räumliches Wahrnehmungsvermögen, schnelle Reaktionen und planvolles Vorgehen. Die Mischung macht´s. Damit schafft die Autorin Piratenatmosphäre pur für kleine und große Abenteurer.“

„Schatz-Rabatz“ ist Hetlings achtes Spiel. Sie hat von der Nominierung per SMS von einer befreundeten Spieleautorin erfahren. Ob sie damit gerechnet hat? Karin Hetling formuliert es auf Nachfrage unserer Redaktion so: „Ich war überzeugt, dass das Spiel gut ist.“ Und von ihren drei Neuheiten in dieser Spielesaison habe sie sich mit „Schatz-Rabatz“ die größten Chancen ausgerechnet. Von den beiden Mitkonkurrenten „Spinderella“ (Zoch) und „Push-a-Monster“ (Queen) kennt sie bisher nur „Spinderella“ und lobt dessen interessanten Mechanismus. Doch egal ob „Schatz-Rabatz“ gewinne, „es kommt auf jeden Fall ein blauer Pöppel auf die Schachtel“, sagt Hetling. Und in der Spieleszene weiß man: Das Logo des Kritikerpreises ist für mehr als nur ein paar Extra-Verkäufe gut.


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