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Wettbewerb Robo-Day 2015 Invasion der Lego-Roboter bei KME in Osnabrück


mza Osnabrück. Invasion der Roboter bei KME: Dort haben am Samstag Dutzende technikbegeisterte Schüler ihre selbst gebauten Maschinen aus Lego in die Arena geschickt. Beim Robo-Day 2015, dem ersten seiner Art in Osnabrück, gingen über 30 Teams an den Start.

Der von der Universität Osnabrück mitveranstaltete Robo-Day 2015 vereinte zwei Wettbewerbe, die zuvor getrennt voneinander stattfanden: die heimische Robo-Tec sowie den Regionalentscheid der internationalen Welt-Roboter-Olympiade (World Robot Olympiad, WRO).

Lego, Plastik, Holz

Die WRO-Saison steht 2015 unter dem Motto „Robot Explorers“ (Erkundungsroboter). Der Wettbewerb in Osnabrück gliederte sich in zwei Kategorien: In der sogenannten „Regular Category“ (Normalklasse) wurden Roboter gebaut, die anschließend auf einem Parcours verschiedene Aufgaben lösen mussten. Das Teilnehmerfeld bestand aus zwei Altersklassen: Junior (13 bis 15 Jahre) und Senior (16 bis 19 Jahre). In der „Open Category“ (Offene Klasse) waren die Teams aufgefordert, aus Legosteinen, Plastik und Holz Erkundungsroboter zu bauen. Diese mussten auf unwegsamem Gelände bewegungsfähig sein und mit ihren Sensoren bestimmte Zielobjekte wie Farbquader aufspüren.

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Für die Bewältigung dieser Aufgabe hatten die Teams bereits seit Februar Zeit, Lösungsansätze zu finden. Insgesamt dürfen sich vier Teams über den Einzug in das Finale des WRO-Wettbewerbs freuen. Das Technikteam aus Paderborn, die „Pader Robots“, sicherte sich den Publikumspreis. Für sie gibt es im WRO-Bundesfinale am 19./20. Juni in Dortmund die Möglichkeit, sich für das Weltfinale in Doha (Katar) zu qualifizieren, das im November stattfindet.

Erfahrung sammeln

Der heimische Wettbewerb Robo-Tec wird seit fünf Jahren von der Kooperation „Pro Ausbildung“ ausgerichtet. Dazu gehören die Georgsmarienhütte GmbH, KME Germany und die Stadtwerke Osnabrück. „Der Wettkampf bietet Teams die Möglichkeit, Erfahrungen bei Roboter-Wettbewerben zu sammeln“, sagt Dr. Michael Brinkmeier vom Institut für Informatik. Der Wettkampf wird dabei, unabhängig vom Alter, in zwei Disziplinen ausgetragen: Im ersten Teil absolvieren die Roboter einen Parcours und befördern Legosteine in Zielbereiche, im zweiten Teil duellierten sich die Maschinen von jeweils zwei Teams auf einem Spielfeld.

Die Stimmung unter den jugendlichen Teilnehmern war locker und entspannt. Die gestellten Aufgaben meisterten viele mit Bravour, darunter das Team „SFZ-Spezialeinheit“ des Schülerforschungszentrums Osnabrück. Doch nicht nur Osnabrücker zog es an diesem Samstag auf das KME-Gelände. Manche der jungen Tüftler kamen auch aus Münster und anderen Teilen Norddeutschlands.

Für Lars Schönball, Ausbildungsleiter der KME, war es wichtig, allen Teilnehmern eine Erinnerung mitzugeben. Jeder erhielt eine Urkunde, eine Medaille und ein T-Shirt.