Karte des Evakuierungsgebiets Osnabrück: Blindgängerfund in Voxtrup – A33 betroffen

Bombenräumung in der Gartlage 25.03.2015 Osnabrück. Foto: Swaantje HehmannBombenräumung in der Gartlage 25.03.2015 Osnabrück. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Im Bereich Gut Waldhof ist ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg geortet worden. Für die voraussichtlich notwendige Entschärfung müssen rund 120 Personen aus dem Ortsteil Harderberg der Stadt Georgsmarienhütte und aus dem Osnabrücker Stadtteil Voxtrup am kommenden Dienstag, 12. Mai, ihre Häuser und Wohnungen räumen und bis 17 Uhr den Evakuierungsbereich verlassen. Voraussichtlich morgen wird ein Blindgänger in Belm/Widukindland entschärft.

Das teilte die Stadt Osnabrück am Dienstagmorgen mit. Die den Bereich der Evakuierung begrenzenden Straßen und Flächen bleiben frei zugänglich bzw. befahrbar. Die Maßnahme habe erhebliche verkehrliche Auswirkungen. Durch die Sperrung der Autobahn A 33 ist insbesondere in den umgebenden Bereichen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Je nach erforderlicher Dauer der Sperrung der A 33 kann es auf den Umleitungsstrecken rund um Osnabrück zu Behinderungen kommen.

Räumungsbereich

Im Einzelnen sind sämtliche nachfolgend genannten Straßen und Häuser zu räumen.

In Georgsmarienhütte:

Alte Rothenfelder Straße 51, 53, 55, 62, 64, 68, Bielefelder Straße 9, 13, 15, 17, Im Rothorst, Lübecker Straße 1-3, Rostocker Straße 8, Sauerbachweg

n Osnabrück:

Waldhofstr. 51, 53, 57, 70, 72, 72A, 81, 83, 86, 87

Evakuierungszentren

Für die betroffenen Bürger steht ein Evakuierungszentrum in der Sporthalle der Grundschule Am Harderberg, Schulstraße 20, 49124 Georgsmarienhütte zur Verfügung.

Die Straßen im Evakuierungsbereich sind ab 17 Uhr gesperrt. Der Bus-Linienverkehr läuft bis zum Abschluss der Evakuierung weiter. Ein Aussteigen im vorgenannten Bereich ist dann nicht mehr möglich.

Für bettlägerige oder kranke Personen bestehen Transportmöglichkeiten, die über die Regionalleitstelle Osnabrück (Telefon 0541 323-4455) angefordert werden können. Es ist unbedingt anzugeben, ob die Person sitzend oder liegend transportiert werden kann, ob ansteckende bzw. infektiöse Krankheiten oder ggf. sogar eine Transportunfähigkeit bestehen. Notwendige Transporte können ab sofort, müssen jedoch unbedingt vor der Maßnahme angemeldet werden. Je eher die Information erfolgt, desto besser kann für den Transport gesorgt werden.

Die Stadt schreibt: „Die Entschärfung des Blindgängers kann erst nach erfolgreicher Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen. Es wird daher dringend darum gebeten, den Evakuierungsbereich bis 17 Uhr zu verlassen und den Anweisungen der Ordnungskräfte Folge zu leisten.“ Die Maßnahme wird mehrere Stunden dauern. Es sollten daher die unbedingt notwendigen Dinge (Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung) sowie angemessene Kleidung mitgenommen werden.

Die Stadt Georgsmarienhütte und die Stadt Osnabrück bitten darum, ältere und insbesondere auch ausländische Nachbarn über die Evakuierungsmaßnahme zu informieren. Die Betroffenen sollten sich vor dem Verlassen ihrer Wohnung vergewissern, dass sie Elektro- und Gasgeräte (Bügeleisen, Herd usw.) ausgeschaltet und alle Wasserhähne geschlossen haben.

Die Stadt Georgsmarienhütte und die Stadt Osnabrück informieren – auch über Radio – sobald die Maßnahme abgeschlossen ist und die Bewohner in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren können, ebenso, wenn die Maßnahme kurzfristig abgesagt werden kann.

Für Fragen ist am Montag, 11. Mai, von 8 Uhr bis 18 Uhr und Dienstag, 12. Mai, von 8 Uhr bis zum Ende der Maßnahme ein Bürgertelefon für die Stadt Georgsmarienhütte unter der Telefon 0 54 01/850-212 sowie für die Stadt Osnabrück unter der Tel. 0541/323-4490 geschaltet. Weitere Informationen im Internet unter www.georgsmarienhuette.de und www.osnabrueck.de .

Räumung am Donnerstag

Bereits am Donnerstag müssen voraussichtlich 3500 Personen den Evakuierungsbereich mit dem Belmer Ortskern und dem Osnabrücker Stadtteil Widukindland verlassen. Ein möglicher Bombenblindgänger wurde in einem Waldstück am Schinkelberg gefunden. Ob tatsächlich evakuiert wird, entscheidet sich aber erst am frühen Donnerstagnachmittag.


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