Kein Allheilmittel Osnabrück: 70 Verkehrsspiegel für mehr Sicherheit


Osnabrück. Zur Verbesserung der Radverkehrssicherheit stellen regionale Unternehmen und Institutionen der Stadt Osnabrück 70 Verkehrsspiegel zur Verfügung, die insbesondere Lkw-Fahrern dabei helfen sollen, andere Verkehrsteilnehmer, die sich im Toten Winkel ihres Fahrzeuges aufhalten, nicht zu übersehen. Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert wurde einer dieser Spiegel symbolisch überreicht.

„Mir ist keine Stadt in Deutschland bekannt, die eine ähnliche Aktion auf die Beine gestellt hat“, sagte Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht. Aus Sicht der Verkehrswacht ist die Anbringung der 70 neuen Konvexspiegel eine „ausgezeichnete Aktion“ und ein wichtiger Schritt zur Unfallprävention. Dennoch: Es geht um eine gemeinsame Verantwortung im Straßenverkehr, auch Radfahrer und Fußgänger müssen den Toten Winkel am Fahrzeug begreifen, stellte Bodewig unmissverständlich klar.

Defensives Verhalten im Straßenverkehr

Auch Heinrich Koch, Bezirksvorsitzender des Gesamtverbands Verkehrsgewerbe Niedersachsen und Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim appelliert an die nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmer die Devise: „Sicher fahre ich nur dahinter“, zu verinnerlichen und sich in die Lage des Fahrers eines 18 Meter langen Lkw, oder einer 22 Meter langen Buskombination zu versetzen und sich entsprechend defensiv zu verhalten. Weiterlesen: Alles rund um Fahrradsicherheit in Osnabrück

Bundesweite Unfallstruktur

„Da kann man gar nicht genug tun“, lautet das Urteil von Oberbürgermeister Griesert, gerade in einer Studentenstadt, deren Topografie sich für den Radverkehr anbietet. Aber auch er macht deutlich: Die Spiegel sind kein Allheilmittel gegen eine Unfallstruktur, die bundesweit zu Verletzten und Toten im Straßenverkehr führt. Erst am Wochenende kollidierte ein Lkw auf der Lengericher Landstraße in Osnabrück-Hellern mit einem Radfahrer.

Selbstverpflichtung gegenüber Radverkehrssicherheit

Am 11. März entschieden sich Osnabrücker Unternehmen für eine Selbstverpflichtung gegenüber der Radverkehrssicherheit in Osnabrück, berichtet Hauptgeschäftsführer der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, Marco Graf. Durch Koordination von Kompetenznetz Individuallogistik e. V. (KNI), den Gesamtverband Verkehrsgewerbe (GVN) und die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim wurde das Sponsorenprogramm gestartet.


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