Maiwoche 2015: Dauerbrenner (4) Für Kai Knake ist die Maiwoche wichtig für lokale Bands

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Spaß rüber bringen will Kai Knake, Sänger der Band Vintage Area. Am 15. Mai ist die Band am Neumarkt zu sehen. Foto: David EbenerSpaß rüber bringen will Kai Knake, Sänger der Band Vintage Area. Am 15. Mai ist die Band am Neumarkt zu sehen. Foto: David Ebener

Osnabrück. Das englische Adjektiv „Vintage“ bedeutet „hervorragend“, „altehrwürdig“ oder „erlesen“. Oftmals werden damit Moden oder Musikinstrumente bezeichnet, die im Stil vergangener Jahrzehnte gebaut wurden. Die Musik der Osnabrücker Band Vintage Area wurde ebenfalls im Stil vergangener Zeiten gebaut. Die Musiker haben sich auf Bands aus den Siebzigerjahren spezialisiert. So lange bespielen sie zwar noch nicht die Maiwoche. Aber seit 13 Jahren ist Kai Knake mit seiner Band Vintage Area Dauergast auf dem Volksfest.

Die Rundreise von Vintage Area auf der Maiwoche begann 2002 auf der Bühne am Neumarkt. „Norbert Dresselhaus hat uns in der Zwiebel gehört und dann gebucht“, erinnert sich Sänger Kai Knake. Seitdem haben die Musiker 22-mal auf etlichen Bühnen an verschiedenen Standorten gespielt. Dort, wo alles begann, auf der Bühne am Neumarkt, spielt die Band auch am 15. Mai.

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Auf eine Bühne, die allerdings nicht unter freiem Himmel stand, hätten sie es beinahe nicht geschafft, wie sich Knake erinnert. „Mit dem Wirt Udo Agarius hatten wir den Deal, im Anschluss an die reguläre Spielzeit eine After-Show-Party in seinem Laden, dem Holling, zu rocken. Als wir nach einem tollen Gig und mehreren Zugaben endlich von der Bühne kamen, mussten wir einen Teil unseres Zeugs durch die überfüllte Hasestraße dorthin tragen“, erzählt Knake. Als er und seine Kollegen zu der Kneipe kamen, war aber kein Durchkommen. Die freundlichen Bitten der Musiker „Äh sorry, wir müssten da mal eben durch“, quittierten die Leute so: „Nö, wir warten selbst.“

Schließlich kämpfte sich die Band dann doch bis zur Bühne durch: „Die Bude war so gerappelt voll, dass wir als Band kaum Platz zum Spielen hatten. Ich erinnere mich, fast den ganzen Gig auf einem Barhocker gestanden und das Mikro in die Menge gehalten zu haben. Die Leute haben gegrölt was die Lungen hergaben. Von den Wänden lief das Wasser und die Herren von der Trachtengruppe kamen mindestens dreimal zur Autogrammstunde“, berichtet Knake lachend.

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Kai Knake könnte noch mehr solcher Geschichten erzählen. Solange die Band den Spaß, den sie selbst hat, rüber bringen kann, so lange will Vintage Area auf der Maiwoche spielen, sagt er. „Die Maiwoche ist ein wichtiges Fest für lokale Bands. Hier sollte der Schwerpunkt liegen“, meint er. Knake fordert mehr Mut von den Veranstaltern in Sachen Programmvielfalt. Es solle auch mal eine Combo mit eigenen Sachen auf den kleineren Bühnen spielen dürfen. „Das gibt es sonst nur auf dem Marktplatz und auf der Timezone Bühne“, so Knake. Einige Bühnen sind seiner Meinung nach technisch für die Standorte zu groß. Beim derzeitigen Zuschnitt der Maiwoche bräuchte sie keine Bühnen, die eher auf Top Acts zugeschnitten sind, sagt er. „Hier könnte man reduzieren und die Kohle den Bands zukommen lassen.“

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