Artenschutz im Zoo Neues Gehege für die Klammeraffen im Osnabrücker Zoo

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lboe Osnabrück. Seit Februar gibt es im Osnabrücker Zoo zwei junge Braunkopf-Klammeräffchen. Noch werden die zwei winzigen Tiere fast rund um die Uhr am Bauch ihrer Mütter festgeklammert umhergetragen. Bald aber werden sie wohl schon selbst im neuen vergrößerten Gehege herumklettern.

Drei Monate lang haben Handwerker des Zoos das Areal nahe dem Haupteingang umgebaut, so dass es nun mit 185 Quadratmetern doppelt so groß ist wie zuvor. „Die beiden ursprünglichen Inseln verbindet jetzt eine Sumpfzone, in der Berberitzen und Schilf wachsen. Zudem ist links davon eine weitere Insel angelegt worden“, so Oliver Schüler, zuständiger Revierleiter für die Klammeraffen.

Wie in der natürlichen Umgebung

Auf der neuen Insel befindet sich ein Baum, was der natürlichen Umgebung der Klammeraffen viel näher kommt, als das Gerüst aus Baumstämmen auf den beiden ursprünglichen Inseln. Baum und Gerüst verbinden zwei locker gespannte Seile, auf denen die akrobatisch begabten Affen den Teich überqueren und dabei ihr Gleichgewicht trainieren können. Beim Klettern nehmen sie gerne ihren Schwanz zur Hilfe. Auch das Klammeraffenhaus wurde etwas vergrößert und bekam einen neuen Bodenbelag aus mehreren Schichten von Naturmaterialien.

Der Umbau der Anlage konnte durch eine Spende von 11000 Euro des „Förderverein Osnabrücker Zoo e.V.“ finanziert werden. „Die neue Anlage ist schön geworden“ sagte Diana Coppenrath, Vorsitzende des Fördervereins und freute sich, dass der Verein den Zoo auf diese Weise unterstützen kann.

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Um den Nachwuchs möglich zu machen, hatte der Osnabrücker Zoo zwei junge weibliche Klammeraffen aus einem anderen Zoo bekommen. Die neue Anlage beheimatet daher nun insgesamt neun Tiere. Die Klammeraffen sind vom Aussterben bedroht. Ihr natürlicher Lebensraum, der südamerikanische Regenwald, wird von Menschen zerstört.

Zoo sorgt für den Fortbestand der Affen

Der Osnabrücker Zoo setzt sich deshalb für den Artenschutz ein: Durch den Nachwuchs könne der Osnabrücker Zoo vielleicht in einigen Jahren wieder Affen an andere Zoos weitergeben und so für den Fortbestand der Art sorgen, so hofft Oliver Schüler. Laut Schüler sorge die neue Anlage für weniger Streit unter den Affen, da sie sich auf eine größere Fläche aufteilen können. Als Diana Coppenrath vor den Pressevertretern Futter zu den Affen hinüberwirft, gibt es dann doch etwas Streit darum, wer nun das Meiste abbekommt. Das wird wohl kein Umbau ganz verhindern können.


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