Kunstvolle Lichteffekte, waghalsige Manöver Osnabrücker Premiere im Zirkus Knie in der Halle Gartlage

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cby Osnabrück. Akrobatik, Clownerie, Tierdressur – ein vielseitiges Programm für alle Altersgruppen bot die Premierenvorstellung des Zirkus Charles Knie. Bis zum 29. April gastiert die Show nun an der Halle Gartlage.

Zwar war die Vorstellung nicht ausverkauft, doch typische Zirkusatmosphäre lag in der Luft. In rasantem Wechsel folgten die Darbietungen hintereinander und sorgten für ein eindrückliches Gesamterlebnis. Der musikalische Einsatz des zirkuseigenen Orchesters, das Show-Ballett und kunstvolle Lichteffekte setzten dazu passende Akzente. (Weiterlesen: Zirkus Knie gastiert vom 25. bis 29. April in Osnabrück)

Den Auftakt machte Seiltänzer Nicol Nicols, der auf dem schmalen Draht nicht nur sein Können als Seilchenspringer bewies, sondern auch beim Salto die Balance wahrte. Kurz darauf trabten Kamele, Pferde, Zebras und Lamas durch die Manege und sorgten mit Tricks und Temperament für viel Zuspruch. Einen Ruhepol bildeten urwüchsige Rinder, die mit ihren imposanten Hörnern Eindruck machten. Bedeutend eigensinniger wirkten im Vergleich die ungestümen Miniponys.

Inmitten wabernder Nebelschleier ließ im Anschluss Priscilla Errani über ein Dutzend glänzende Hula-Hoop-Ringe kreisen. Rockmusik und Lichtblitze lieferten dazu den passenden Rahmen. Romantischer präsentierte sich der Auftritt von Ives und Ambra. Die beiden Artisten schwebten, an flammenroten Tüchern hängend, durchs Rund und boten so einen eleganten Anblick. Ein Raunen ging immer dann durchs Publikum, wenn die beiden in luftiger Höhe, dank purer Körperkraft, einander hielten.

Die brasilianische Trapezkünstler-Truppe „Flying Costa“ führte ihre Künste noch etwas höher, direkt unter der Zirkuskuppel, vor. Mit ausgreifenden Schwüngen glitten die Akrobaten durch den freien Raum und ergriffen bei ihren spektakulären Positionswechseln die Unterarme des Partners. Das aufgespannte Sicherheitsnetz sorgte beim ersten Anlauf zum dreifachen Salto mortale für eine sichere Landung, aber auch für sorgenvolle Blicke unter den Zuschauern. Doch der zweite Versuch glückte und wurde vom Publikum mit reichlich Applaus bedacht.

Ein beeindruckendes Bild bot auch die von Tiertrainer Tom Diek jr. angeleitete Raubtiergruppe, bestehend aus zwei Tigern, zwei weißen Löwen und zwei „Ligern“ (eine Kreuzung aus Löwe und Tiger). Erst am Dienstag hatte der Osnabrücker Rat darüber diskutiert, ob man künftig Zirkussen, die Wildtiere halten, Gastspiele in der Stadt verbieten sollte.

Rasant setzte das Duo Medini seine Rollschuhnummer in Szene. Auf einer runden Plattform wirbelte das Paar umher und nutzte die Fliehkräfte für seine waghalsig wirkende Performance. Natürlich kamen Clownerien nicht zu kurz. So stürzte sich Entertainer Cesar Dias mit ausdrucksstarker Komik in zahlreiche Missgeschicke und band dabei gekonnt das Publikum ein.


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