Neues Bild des Hubble-Teleskops Planetarium Osnabrück enthüllt Aufnahme zum Jubiläum


Osnabrück. Vor genau 25 Jahren startete das Hubble-Teleskop in den Weltraum. Seitdem schickt es eindrucksvolle Aufnahmen aus dem All. Das Osnabrücker Planetarium durfte nun als eine von 60 Forschungsinstitutionen in Europa ein neues Bild von Hubble enthüllen.

Zum 25. Geburtstag von Hubble veröffentlichten die amerikanische Weltraumbehörde NASA und ihr europäisches Pendant ESA eine neue Aufnahme des Weltraumteleskops. Es wird in europäischen Museen und Wissenschaftszentren ausgestellt. Das Osnabrücker Planetarium ist eine von 60 Einrichtungen in Europa, wo das Bild ab sofort zu sehen ist. Der Leiter des Planetariums, Andreas Hänel, freute sich auf den großen Moment am Donnerstagabend. Gespannt blickte er mit weiteren Interessierten auf die Hauswand der Einrichtung am Schölerberg. Dann zückte eine Mitarbeiterin die Schere, um das knapp neun Quadratmeter große Plakat zu enthüllen.

(Weiterlesen: Hubbles wissenschaftliche Höhepunkte)

Was ist auf dem Bild zu sehen?

„Das Geburtstagsbild zeigt eine Gruppe von über 3000 Sternen namens Westerlund 2“, erklärt Hänel den Besuchern. Es ist eine Gruppe inmitten von Gaswolken, aus denen sich die Sterne bildeten. „Wir blicken auf die Kinderstätte der Sternenentstehung“, sagt Hänel. Sie trägt die Bezeichnung „Gum 29“ und liegt 20.000 Lichtjahre von der Erde entfernt, in Richtung des Sternbilds „Carina“ am südlichen Sternenhimmel. Diese Himmelsgegend ist für gewöhnliche Teleskope schwer zu beobachten, da kosmischer Staub den Blick dorthin erschwert. Da das Hubble-Teleskop aber auch eine Infrarotkamera besitze, könne man die Sterne nun erkennen, sagt Hänel.

(Weiterlesen: Die besten Bilder des Weltraumteleskops)

„Nur“ zwei Millionen Jahre alt

„Wir sehen einen zwei Millionen Jahre alten Sternhaufen, der sehr jung ist“, führt der Leiter des Planetariums aus. Sie enthalte einige der heißesten und massereichsten Sterne, die bisher bekannt seien. Die heißen Sterne würden das umgebende Gas durch ihr kräftiges Licht und ihren intensiven Sternenwind beeinflussen, die sie in alle Richtungen aussenden. Dadurch werde das umgebende Gas zu den Seiten fortgedrängt, und zu abwechslungsreichen Formen zusammengeschoben. So entstünde diese kosmische Fantasie-Landschaft aus Säulen, Graten und Tälern.

50 Interessierte bei Enthüllung

„Das Bild ist ein Zeichen dafür, dass Hubble noch immer gut funktioniert“, freute sich Hänel. Er war zudem stolz darüber, dass das Planetarium für die Bildenthüllung ausgewählt wurde. Um Werbung dafür zu machen, habe er sogar zum ersten Mal Facebook und Twitter benutzt. Der Erfolg spricht für sich. Mehr als 50 Interessierte kamen zur Enthüllung.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN