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Flüchtlingspolitik angeklagt No Lager ruft heute zu Demonstration in Osnabrück auf

Aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge. Geht es nach der Gruppe „No Lager“, sollen Flüchtlingskatastrophen auf See der Vergangenheit angehören. Foto: dpaAus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge. Geht es nach der Gruppe „No Lager“, sollen Flüchtlingskatastrophen auf See der Vergangenheit angehören. Foto: dpa

Osnabrück. Der Flüchtlingsunterstützerkreis No Lager ruft zu einer Demonstration am Samstag, 25. April, um 14 Uhr vor dem Osnabrücker Hauptbahnhof auf.

Anlass der Demonstration sei die neuerliche Flüchtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer, wie in einer Pressemitteilung der Gruppe zu lesen ist. „Wenn jetzt in wenigen Tagen über 1000 Menschen auf der Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrinken, so ist dies keine Tragödie die Europa überrascht – im Gegenteil: Es ist eine Tragödie, die nicht nur vielfach vorausgesagt wurde, sie wurde sogar so geplant“, heißt es in dem Schreiben.

Heuchlerei vorgeworfen

Die Aktivisten werfen der Bundesregierung und der Europäischen Union vor, unter anderem durch die Einstellung des Seenotrettungsprogramms ,Mare Nostrum‘ , den „Tod von vielen tausenden Flüchtlingen schon mit einzuplanen“. Deshalb sei das zur Schau getragene Entsetzen deutscher und europäischer Politiker „heuchlerisch“. In der Kritik der No Lager-Mitstreiter steht außerdem die Verschärfung des Asylrechts in Deutschland.

Refugee-Bustour

Einen Tag später, am Sonntag, 26. April, gastieren die „Geflüchtetenaktivist_innen der Refugee Bustour“ ebenfalls in Osnabrück. Die deutschlandweite Bustour soll nach Angaben der Veranstalter selbstorganisierten Refugee-Gruppen die Möglichkeit geben, sich über den Protest und die Situation von Geflüchteten in der Region auszutauschen und gemeinsam neue politische Strategien zu entwickeln.

Schon am vergangenen Wochenende war der Vorplatz des Osnabrücker Hauptbahnhofs Schauplatz einer Demonstration gegen die aktuelle Asylpolitik.

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