„In den Schuhen von Tatjana“ Osnabrücker Studenten demonstrieren gegen Prostitution


Osnabrück. Osnabrücker Studenten der Kunstpädagogik haben am Dienstag in der Osnabrücker Innenstadt mit einer Kunstaktion gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel demonstriert.

In der Großen Straße positionierten die vier Uni-Studenten ab dem Mittag zahlreiche Schuhe und sprühten darum mit Sprühkreide den Spruch „In den Schuhen von Tatjana“ – dem Namen des Kunstprojektes. Auf den Schuhen stehen Pappschilder mit Frauennamen und Preisen für sexuelle Dienstleistungen. „Das hier ist eine Intervention, um auf die Situation der Frauen aufmerksam zu machen“, sagt Jaqueline Maschke. Tatjana sei zwar eine fiktive Figur, stehe aber für ungezählte Frauen und Kinder, die in sexuell ausgebeutet würden.

Die vier Studenten beobachten nun aus der Distanz, wie die Menschen auf die Aktion reagieren. Erste Reaktionen gab es bereits beim Sprühen: „Kann man die Schuhe kaufen“, fragte eine Passantin.

„In den Schuhen von Tatjana“ ist den Studenten zufolge eine künstlerische Intervention, die auf (Zwangs-)Prostitution und Menschenhandel aufmerksam machen soll. Mit dem Thema hätten sich die Studenten an der Uni beschäftigt.


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