zuletzt aktualisiert vor

Alle fünf Jahre Verkehrszählung auch auf den Straßen in und um Osnabrück

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Im Auftrag des Bundes werden alle fünf Jahre die Verkehrsmengen auf den wichtigsten Straßen gezählt. Foto: dpaIm Auftrag des Bundes werden alle fünf Jahre die Verkehrsmengen auf den wichtigsten Straßen gezählt. Foto: dpa

Osnabrück. Fernab des medienwirksamen Blitzmarathons richten sich derzeit viele Augen auf den Straßenverkehr. Auch in und um Osnabrück werden in diesen Monaten Strichlisten geführt und elektronische Zählvorrichtungen platziert, vornehmlich an Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen. Grund ist die alle fünf Jahre wiederkehrende Verkehrszählung.

Warum wird gezählt? Die alle fünf Jahre stattfindende bundesweite Zählung dient der Überwachung der Verkehrsentwicklung sowie zur Ermittlung der Verkehrsstärken auf den Bundesfernstraßen sowie den Landesstraßen.

Wer zählt? Veranlasser ist der Bund, genauer gesagt die Bundesanstalt für Straßenwesen . Zuständig für die Zählung in Niedersachsen ist die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Die Erfassung an den manuellen Zählstellen geschieht in der Regel durch Mitarbeiter der zur Landesbehörde gehörenden Autobahn- und Straßenmeistereien, teilweise aber auch über extern beauftragtes Personal (Ingenieurbüro). Bei temporären Zählstellen mit Leitpfostenzählgeräten werden die Daten durch ein zentral für ganz Niedersachsen beauftragtes Ingenieurbüro ausgelesen. Darüber hinaus werden auch Dauerzählstellen genutzt, die an ausgewählten Stellen über in die Fahrbahn eingelassene Kontaktschleifen sowieso schon das ganze Jahr über das Verkehrsaufkommen ermitteln. Diese arbeiten automatisch. Die Daten werden kontinuierlich an die zentralen Geschäftsbereiche der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr übertragen.

Wo wird gezählt? Allein im Geschäftsbereich Osnabrück der Straßenbaubehörde (Stadt und Landkreis Osnabrück sowie der Landkreis Vechta) werden Fahrzeuge laut Behördenmitteilung an insgesamt rund 45 Zählstellen an Bundesautobahnen und Bundesstraßen manuell erfasst (davon 37 Zählstellen an Autobahnen, acht an Bundesstraßen). Hinzu kommen an Bundes- und Landesstraßen 157 temporäre Zählstellen (35 an Bundesstraßen, 122 an Landesstraßen). Darüber hinaus gibt es noch 14 Dauerzählstellen (zehn an Autobahnen, vier an Bundesstraßen).

Manuelle Zählstellen befinden sich an den Bundesautobahnen im Regelfall in der Nähe der meisten Anschlussstellen (darunter mehrere auf der A30, der A33 und der A1), an den Bundesstraßen (etwa B51 zwischen Harderberg und Nahne, zwischen Harderberg und Oesede, zwischen GMHütte und Bad Iburg, im Bereich Osnabrück-Belm im Übergang A33/B51, B68 im Bereich Wallenhorst, Penter Knapp und Hesepe).

Die temporären Zählstellen sind über sämtliche Bundes- und Landesstraßen verteilt.

Auch Dauerzählstellen existieren im Raum Osnabrück. Je eine ist auf der A30 im Bereich Hakenhof (Hellern), im Raum Melle, auf der A33 in Lüstringen und Harderberg, auf der B68 südlich der Anschlussstelle OS-Nord (A1) und zwischen Bersenbrück und Badbergen sowie auf der B51 zwischen Bad Iburg und Glandorf und im Bereich Ostercappeln.

In welchem Zeitraum wird gezählt? Die manuellen Zählungen beginnen voraussichtlich in der kommenden Woche, sind hinsichtlich der genauen Tage aber abhängig von verschiedenen Faktoren wie temporären Baustellen oder anderen Verkehrsbehinderungen.

Es wird vor und nach den Sommerferien an jeweils einem Werktag (Dienstag bis Donnerstag) und an einem Freitag von 15 bis 18 Uhr gezählt, an Straßen mit einem Verkehrsaufkommen über 7000 Kfz pro Tag zusätzlich noch an einem Werktag (Dienstag bis Donnerstag) von 7 bis 9 Uhr, darüber hinaus an jeweils einem Sonntag vor und nach den Sommerferien und an insgesamt zwei Ferienwerktagen (Sommerferien und/oder Herbstferien).

Die Erfassungen an den temporären Zählstellen mit Leitpfostenzählgeräten laufen schon seit Anfang März; hier wird je Standort eine komplette Woche lang die Verkehrsmenge aufgezeichnet.

Werden Unterschiede zwischen den Fahrzeugen gemacht? Ja. Es werden Fahrräder (natürlich nicht auf den Autobahnen), motorisierte Zweiräder, Pkw mit und ohne Anhänger, Wohnmobile, Lieferwagen bis 3,5 Tonnen, Kraftomnibusse, Lkw über 3,5 Tonnen, Lastzüge und Sattelkraftfahrzeuge über die Strichlisten erfasst. Die Leitpfostenzählgeräte erfassen in einem ähnlichen Detaillierungsgrad, ebenso die Dauerzählstellen.

Wie steht es um den Datenschutz? Der ist laut Straßenbaubehörde gewährleistet, „da weder bei der manuellen noch bei der automatisierten Zählung irgendwelche Kennzeichen erfasst noch Fotos gemacht werden“.

Wann ist mit Ergebnissen zu rechnen? Da die Zähldaten zentral ausgewertet werden, stehen die Ergebnisse voraussichtlich nicht vor dem 3. Quartal des kommenden Jahres zur Verfügung. Hier der Link zu den Daten von 2010 und 2005.

Werden die Ergebnisse bekannt gegeben? Ja. Auch das Ergebnis je Zählstelle wird bekannt sein. Zusätzlich werden aus den Zähldaten und deren Auswertungen Verkehrsmengenkarten generiert, die voraussichtlich ab Frühjahr 2017 kostenlos als PDF erhältlich sein werden.

Erwartet die Osnabrücker Behörde eine Steigerung der Zahlen? Auf den Autobahnen werde es insgesamt vermutlich eine leichte Zunahme im Kfz-Verkehr geben, so die Einschätzung von Cord Lüesse, Leiter des Geschäftsbereichs Osnabrück der Straßenbaubehörde. „Auf Bundes- und Landesstraßen könnte die Verkehrsmenge nahezu konstant bleiben.“ Im Vergleich zum Bezugsjahr 2010 muss nach Lüesses Ansicht berücksichtigt werden, dass sich mittelbar auch die prägnante Winter-Witterung in Niedersachsen im Jahr 2010 (starker Schneefall von Januar bis März und Salzproblematik im Dezember 2010 auf die Zahlen auswirken werde.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN