„Wir müssen den Markt beruhigen“ Mieterverein fordert Mietpreisbremse für Osnabrück

Dem Gesetzentwurf zur Einführung einer Mietpreisbremse von Justizminister Heiko Maas (SPD) hatte der Bundestag Anfang März zugestimmt. Während der Mieterverein eine Mietpreisbremse für Osnabrück fordert, lehnen Immobilienmakler und der Verein Haus und Grund Osnabrück diese ab.Foto: dpaDem Gesetzentwurf zur Einführung einer Mietpreisbremse von Justizminister Heiko Maas (SPD) hatte der Bundestag Anfang März zugestimmt. Während der Mieterverein eine Mietpreisbremse für Osnabrück fordert, lehnen Immobilienmakler und der Verein Haus und Grund Osnabrück diese ab.Foto: dpa

Osnabrück. Der Mieterverein für Osnabrück und Umgebung fordert eine Mietpreisbremse für Osnabrück. „Bei den Immobilienportalen sind die angebotenen Wohnungen mehr als 20 Prozent teurer als zuvor. Wir müssen den Markt beruhigen“, sagt Geschäftsführer Hans-Heinz Lüdtke.

Der Pressesprecher der Stadt Osnabrück, Sven Jürgensen, konstatiert: „Man kann sagen, dass der Wohnungsmarkt in Osnabrück angespannt ist. Das hat allein die Diskussion um ein neues Studentenwohnheim gezeigt. Ob die Situation allerdings so d

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Die Mietpreisbremse soll voraussichtlich zum 1. Juni 2015 greifen. Am 27. März muss das Gesetz noch den Bundesrat passieren. Die Zustimmung gilt aber als sicher. Noch nicht festgelegt wurde, ob die Mietpreisbremse in der gesamten Stadt, in Stadtteilen oder einzelnen Vierteln greifen soll. Metropolen wie Frankfurt am Main und einige Bundesländer haben bereits signalisiert, die Mietpreisbremse einführen zu wollen. Von der Mietpreisbremse ausgeschlossen sind Neubauten und stark sanierte Wohnungen. Wenn eine Wohnung an einen neuen Mieter vermietet wird, darf sie höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete. In der Kritik ist, dass diese ortsübliche Vergleichsmiete nicht ausreichend definiert ist. Ein einfacher Mietspiegel, wie es ihn in der Stadt Osnabrück gibt, reicht zur Definition nicht aus. Dafür bedarf es eines sogenannten qualifizierten Mietpreisspiegels, der nach wissenschaftlichen Kriterien aufgestellt ist und die unterschiedlichen Mietpreise bis auf die Straße und sogar einzelne Hausnummern genau beziffert. Frankfurt und Berlin etwa haben ihn durch Befragungen von 3500 Mietern erstellen lassen und dafür einen sechsstelligen Preis bezahlt. Auch die Stadt Münster hat einen qualifizierten Mietspiegel. So lässt sich dort online die ortsübliche Vergleichsmiete für einzelne Straßen und Hausnummern ermitteln. Hier finden Sie ein Beispiel .

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