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Sofi 2015 Wichtige Links für Osnabrücker Sonnenfinsternis-Fans

Von Frank Wiebrock

Niemals ungeschützt in die Sonne sehen! Foto: dpaNiemals ungeschützt in die Sonne sehen! Foto: dpa

Osnabrück. Am Freitag ist es soweit: Genau um 9:32:40 Uhr schiebt sich der Mond zwischen Erde und Sonne. Wir haben wichtige Links zum Thema Sonnenfinsternis zusammengestellt.

Vor weiteren Links aber noch mal der Sicherheitshinweis: Wer ohne oder mit einem ungeeigneten Schutz die Sonnenfinsternis beobachtet, riskiert sein Augenlicht. Oder wie es süffisant im DSLR-Forum zum Thema Sonnenfotografie formuliert wurde: „Wenn es wehtut, ist es meist zu spät...“

Die Sonne im Blick: Das Solar Dynamics Oberservatory

Wer nicht selbst die Sonne beobachten will, kann auch den Profis über die Schulter schauen: Das Nasa Solar Dynamics Observatory wurde am 11. Februar 2010 gestartet, um die dynamischen Vorgänge der Sonne zu beobachten. Das Schöne: Die Nasa stellt Infos zum Projekt und aktuelle Bilder der Sonne ins Netz.

Für Dampfplauderer und Senfautomaten: Sofis in Osnabrück

„Können Sie sich noch an die Sonnenfinsternis 1961 erinnern? 90 Prozent, fast wie 1999 ...“ Damals waren es 92 Prozent. Wer am Freitag mitreden will, findet unter eclipse.astronomie.info die Daten zu allen in Osnabrück sichtbaren Sofis zwischen 1700 und 2100 mit Beginn, Ende, Grad der Totalität und etlichen weiteren Infos. Aber Vorsicht, die Datensammlung ist nicht frei von Stolperstricken: Alle Zeiten sind in Universal Time „Greenwich Zeit“ angegeben ...

Wenn es eine totale Sonnenfinsternis wäre ...

Von Osnabrück aus betrachtet erreicht die Sonnenfinsternis nur eine Abdeckung von 83 Prozent. Das ist - Überraschung - nicht überall auf der Welt so. Die Website timeanddate.com zeigt neben vielen anderen Informationen auch die Animation einer totalen Sonnenfinsternis. Die Seite gibt es inzwischen auch auf Deutsch. Weitere Infos gibt es auf den Seiten des HM Nautical Almanac Office und bei Jay Anderson, der über viele Jahre Wetterprognosen für die Nasa verantwortete. Noch mehre Links und Infos gibt es unter www.sofi2015.de

Die Sofi fotografieren

Die Grundlagen haben wir schon in unserem Fotoblog erklärt. Die Quintessenz: Nur mit geeigneten Filtern fotografieren. Gunther Wegner hat in seinem Blog viel Hilfreiches am Beispiel des Venustransits im Juni 2912 zusammengetragen. Ein wichtiger Unterschied: Der Transit fand früh am Morgen statt, die Sonne stand kaum über dem Horizont. Ein Graufilter ist deshalb am Freitag nicht unbedingt das Werkzeug der Wahl. Wer es trotzdem wagt: Auf keinen Fall durch den Sucher schauen. Wer es noch spezieller mag: Auch Christian Leu hat etliche Informationen zur Astrofotografie zusammengestellt.

Besser - für Augen und Optik - sind spezielle Schutzfolien von Astrosolar. Die gibt es unter anderem bei großen Online-Händlern. Dabei sollte man zur ND 5.0 greifen. Und was macht man mit der Folie? Bauanleitungen für Filter auf Basis dieser Folie gibt es zum Beispiel auf www.traumflieger.de. Zwei Dinge sind dabei wichtig: Der beste Filter nützt nichts, wenn er durch einen dummen Zufall oder einen Windstoß vom Objektiv geweht wird. Also nicht pfuschen! Und: Rettungdecken aus dem Verbandskasten eignen sich überhauptnicht als Filter.

Vorher üben - Hinterher optimieren

Die nächste nennenswerte Sonnenfinsternis mit 89 Prozent Abdeckung ist in dieser Region am 12. August 2026 zu sehen. Wer Bilder machen möchte, sollte also vor Freitag ein paar Testaufnahmen machen. Deshalb noch mal der Hinweis auf den Sonnenfotografie-Workshop auf www.traumflieger.de.

Nach der Finsternis steht dann die Bildbearbeitung an: Hilfreiche Tools, um aus vielen Bildern ein optimales zu kreieren finden sich unter anderem auf www.avistack.de und www.giotto-software.de. Beide verlangen intensive Einarbeitung. Ein Tutorial gibt es auf den Seiten des Gymnasiums Vaterstetten.

Einfach nur zuschauen

Dabei sein ist alles: Das Planetarium Osnabrück und die Astronomische Arbeitsgemeinschaft des Naturwissenschaftlichen Vereins Osnabrück laden am Freitag ab 9.30 Uhr auf dem Vorplatz des Theaters Osnabrück zu einer Beobachtung der Sonnenfinsternis ein. Und damit man überhaupt in Richtung Sonne schauen kann, gibt es am 20. März ab 9.30 Uhr bei Optik Peter Meyer in Krahnstraße 1000 Spezial-Schutzbrillen kostenlos, mit denen dann gemeinsam das Phänomen als „Public Viewing zur Sonnenfinsternis“genossen werden kann. Auch an der Expo-Sternwarte am Rattinghauser Weg in Melle-Oberholsten kann der Finsternisverlauf mitverfolgt werden.


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