Neue Trends auf zwei Rädern Riesiger Andrang bei dritter Osnabrücker Fahrradmesse


Osnabrück. Alles dreht sich ums Rad – aber fast jeder kommt mit dem Auto: Die dritte Osnabrücker Fahrradmesse hat am Sonntag für proppenvolle Parkplätze rund um das Autohaus Härtel gesorgt. Dort informierten sich mehrere Tausend Besucher über die neuesten Trends auf dem Zweiradmarkt.

Rund 400 Stunden Arbeit hatte Uwe Schmidt in die Vorbereitungen für die Fahrradmesse gesteckt, mit dem Ergebnis war der Vorsitzende der Osnabrücker Sektion des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs mehr als zufrieden: „Super, ist richtig gut hier.“

6000 bis 8000 Besucher

Grob geschätzte 6000 bis 8000 Besucher hätten sich den Tag über im und um das Autohaus Härtel herum aufgehalten, um sich an zahlreichen Ständen die aktuellen Innovationen auf dem Fahrradmarkt anzuschauen. Sicher eine der auffälligsten Neuheiten: der „Freecross Pro“. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein Crosstrainer, den die Entwickler auf drei Reifen gesetzt haben. „Anders als im Fitness-Studio kommen Sie hiermit raus an die Luft“, sagte Matthias Scholl, der aus Stuttgart angereist war, um das Gerät für seine Herstellerfirma zu promoten.

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Angetrieben wird das Dreirad wie sein fest installierter Bruder durch Treppensteig-Bewegungen, lenken kann der Fahrer nur mit Gewichtsverlagerung. Der Kurvenradius ist dabei merkbar größer als der eines normalen Fahrrades. „Mit ein bisschen Übung kriegt man das aber hin“, sagte Katrin Funhoff, die das Gerät auf einer Teststrecke hinter dem Autohaus ausprobierte. Neben der jungen Frau auf ihrem futuristischen Gerät bewegten sich noch zahlreiche andere Besucher mit dem im Vergleich dazu schon altmodisch anmutenden Mountainbike über die Teststrecke. Betreut wurde dieser Stand vom Team des Unternehmens Bergschule Osnabrück, das seit drei Jahren geführte Wanderungen und Mountainbike-Touren im Osnabrücker Land und in den Alpen anbietet.

Innovativer Wetterschutz

Wer auch bei Regen ohne nass zu werden Fahrrad fahren möchte, dabei aber auf Regenkleidung verzichten will, für den gibt es nun einen aufsetzbaren Wetterschutz namens „dryve“. Entwickelt wurde die Kunststoff-Konstruktion in der Schweiz, die ja als Erfindernation bekannt ist. „Es ist leicht aufzubauen und für jedes Fahrrad zulässig“, sagte Daniel Marcik von der Firma Hartje, die den Regenschutz in Deutschland vertreibt. Auf die Frage, wie viel Geschwindigkeit man mit dem Plastikdach einbüßt, sagte der junge Mann: „Sehr wenig, die Leute merken es kaum. Vor allem natürlich auf dem E-Bike nicht, und dahin geht ja der Trend.“

Elektroräder im Trend

Dieser Trend bildete sich natürlich auch auf der Fahrradmesse ab, wo an zahlreichen Ständen E-Bikes und Pedelecs angeboten wurden. Auffällig waren dabei vor allem Räder im Retro-Look, gerne auch in grellen Farben, die mit einem elektrischen Zusatzmotor ausgestattet waren. Das Aussehen dieser Räder brachte ADFC-Chef Uwe Schmidt auf den Punkt: „Die sehen halt aus wie ein Omma-Fahrrad – nur in cooler.“


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