Konzert in der Caprivi Lounge Natalia Mateo und Tabeah stellen in Osnabrück ihre CDs vor

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Am Freitagabend traten Natalia Mateo mit Band in der Caprivi-Lounge auf. Foto: OsterfeldAm Freitagabend traten Natalia Mateo mit Band in der Caprivi-Lounge auf. Foto: Osterfeld

Lboe Osnabrück. Ein besonderes Konzert gab es am Freitagabend in der Caprivi-Lounge an der Hochschule Osnabrück zu hören: Die Osnabrücker Sängerinnen Natalia Mateo und Tabeah stellten jeweils ihre neue CD vor.

Natalia Mateo und Band spielten den inoffiziellen Tourauftakt ihrer kommende Deutschlandtour, auf der das neue Album „Heart of Darkness“ präsentiert wird. Das Album erscheint offiziell am 27. März beim Jazzlabel ACT - am Freitag war es schon erstmalig erhältlich.

Jazz mit klarem Sound

Die Band spielt präzise: Jazz mit glasklarem Sound. Jedes Instrument ist einzeln heraushörbar. Mal monoton: Instrumente setzen fast unbemerkt ein oder hören auf zu spielen. Lange ausgehaltene Töne auf der Trompete. Gitarrist Dany Ahmad spielt zwischenzeitlich im Sitzen auf der akustischen Gitarre und dreht an Effekten herum. Dann geht es zackiger zu: Simon Grothe haut in die Tasten und spielt Boogie Woogie auf dem Klavier.

Natalia Mateo singt eindrucksvoll, manchmal leise, manchmal laut auf Englisch und Polnisch, ihrer Muttersprache. Polnische Einflüsse fanden sich auch in ihren Kompositionen.

Sie scheint aber nicht vollständig konzentriert zu sein: „Es gibt Abende, an denen fühle ich mich nicht vorbereitet. Heute fällt es mir schwer“, gibt sie ehrlich zu. Vielleicht schaffte sie es deshalb auch nicht vollständig eine Verbindung zum Publikum aufzubauen. Am Ende vergisst sie sogar den Namen des Schlagzeugers.

Große Themen verarbeitet

Im zweiten Teil des Abends präsentierte Tabeah mit ihrem Ensemble die neue EP „Beyond Ideas“. Tabeah verarbeitet musikalisch und in ihren englischen Texten große Themen, wie den Nahostkonflikt, aber auch Natur, die förmlich hörbar wird.

Musikalisch geht es etwas ruhiger zu - aber sehr vielfältig. Ein bestimmter Stil lässt sich nicht benennen: Irgendwo zwischen Klassik, Singer- Songwriter und Ambient bewegt sich die Besetzung aus Streichern, Bass, Gitarre, Klavier / Keyboards und Schlagzeug. Die Band versucht sich an einem großen Spagat: Einige Passagen werden hauptsächlich durch die Streichinstrumente getragen. Sogar Gitarrist Christian Grothe streicht manchmal mit einem Bogen. Ein anderes Stück klingt beinahe nach Reggae, mit einem tiefen Bass-Sound, der den Raum vibrieren lässt.

Die EP von Tabeah gibt es übrigens nicht zu kaufen: Sie ist gegen eine selbst gewählte Spende erhältlich.


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