19. bis 21. März 2015 Bundesweit größter Kindheitskongress in Osnabrück

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Bewegung, Spiel und Sport können dazu beitragen, die Bildungschancen von Kindern zu verbessern. Auf dieser Annahme basiert der Kongress „Bewegte Kindheit“, der seit 1991 in Osnabrück stattfindet – 2015 zum neunten Mal. Foto: Michael GründelBewegung, Spiel und Sport können dazu beitragen, die Bildungschancen von Kindern zu verbessern. Auf dieser Annahme basiert der Kongress „Bewegte Kindheit“, der seit 1991 in Osnabrück stattfindet – 2015 zum neunten Mal. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. 3000 Pädagogen treffen sich vom 19. bis 21. März zum bundesweit größten Kindheitskongress in Osnabrück. Unter dem Motto „Bewegte Kindheit“ geht es um die Frage, wie sich Bewegung, Spiel und Sport auf die Bildung von Kindern auswirken. Auf dem Programm stehen mehr als 250 Vorträge, Seminare und Übungen.

Der Kindheitskongress findet bereits zum neunten Mal in Osnabrück statt. Veranstalter sind das Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Osnabrück und das Niedersächsische Institut für Frühkindliche Bildung und Entwicklung (Nifbe). Die Leitung liegt bei Prof. Dr. Renate Zimmer, die Direktorin beider Einrichtungen ist. Die Schirmherrschaft über den Kongress „Bewegte Kindheit“ 2015 hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) übernommen.

„Bewegung ist Motor der Entwicklung und Ausdruck der Lebensfreude von Kindern. Ausreichende Bewegungsmöglichkeiten gehören zu den Voraussetzungen für Gesundheit und Wohlbefinden“, heißt es in einer offiziellen Ankündigung. Über Bewegung würden Kinder sich die Umwelt aneignen, selbst erfahren und ihr soziales Umfeld kennenlernen. Dies gelte für alle Kinder – unabhängig von Entwicklungsvoraussetzungen, kulturellem Hintergrund und Gesellschaftsschicht. „Bewegung, Spiel und Sport können dazu beitragen, die Bildungschancen von Kindern zu verbessern.“

Seit Monaten ausgebucht

Der 9. Kindheitskongress in Osnabrück widmet sich großen, bildungspolitischen Themen wie Inklusion, Sprachförderung und der Qualität von Bildung und Betreuung unter Dreijähriger. Vorgestellt werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Entwicklung, Bildung und Erziehung von Kindern, darüber hinaus gibt es praktische Anregungen für die Gestaltung einer „bewegten Kindheit“. Mit 3000 Teilnehmern sei der Kongress seit Monaten ausgebucht, teilt die Universität mit. Zielgruppe sind vor allem Pädagogen, die mit Kindern zwischen Säuglings- und Grundschulalter arbeiten.

Auch international findet das Expertentreffen zunehmend Beachtung: Neben hochkarätigen Referenten aus Deutschland sind diesmal auch Wissenschaftler aus China, Japan und Korea, aus Norwegen, Finnland, Griechenland und der Schweiz vertreten. Die Eröffnungsveranstaltung findet am Donnerstag, 19. März, ab 14 Uhr in der Osnabrück-Halle statt. Erwartet werden dazu Staatssekretär Ralf Kleindiek, Universitätspräsident Wolfgang Lücke und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Den Eröffnungsvortrag hält der Berliner Medizinprofessor und Präsident des Weltgesundheitsgipfels , Detlev Ganten. Sein Thema lautet „Evolution ist Bewegung“.

Neunmal seit 1991

Die Geschichte des Osnabrücker Kongresses „Bewegte Kindheit“ reicht bis ins Jahr 1991 zurück. Schon damals stieß er mit 1000 Teilnehmer auf eine beachtliche Resonanz. Die Neuauflage fünf Jahre später zog bereits 1700 Interessierte an. Auch in der Folge wuchs die Zahl der Besucher und Redner mit dem Programm (Broschüre 2015 herunterladen; PDF 5,6 MB). Von 2000 bis 2009 fand der Osnabrücker Kindheitskongress alle drei Jahre statt. Seit 2011 gibt es ihn alle zwei Jahre.


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