Moot Court zum Europarecht Osnabrücker Jurastudenten messen sich mit Weltbesten

Osnabrücker Jurastudenten schafften es bei einem weltweiten Moot Court zum Europarecht bis in die Zwischenrunde. Unser Bild zeigt (von links) Benedikt Falkhofen, Patrick Hoffmann, Betreuer Marco Athen und Nico Brink. Foto: Universität OsnabrückOsnabrücker Jurastudenten schafften es bei einem weltweiten Moot Court zum Europarecht bis in die Zwischenrunde. Unser Bild zeigt (von links) Benedikt Falkhofen, Patrick Hoffmann, Betreuer Marco Athen und Nico Brink. Foto: Universität Osnabrück

Osnabrück. Für den ganz großen Wurf und den damit verbundenen Auftritt vor dem echten Europäischen Gerichtshof hat es leider nicht gereicht. Dennoch gehen drei Osnabrücker Jurastudenten aus der Zwischenrunde eines internationalen Moot-Court-Wettbewerbs gestärkt hervor. Simuliert wurde ein Streitfall aus dem europäischen Beihilferecht.

Die weltweit renommierte „European Law Moot Court Competition“ (ELMC) hatte das Trio aus dem Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück immerhin bis nach Tschechien geführt. Nachdem sie sich Anfang des Jahres schriftlich für das Regionalfinale qualifiziert hatten, traten Nico Brink, Benedikt Falkhofen und Patrick Hoffmann Ende Februar in Prag gegen elf weitere Teams aus Europa und den USA an. Dabei waren die mündlichen Stärken der angehenden Anwälte gefordert.

Mündliche Verhandlung

In verschiedenen Rollen – Kläger, Beklagter, Kommissionsvertreter – trugen sie in der fiktiven Verhandlung ihre juristischen Argumente vor und stellten sich den kritischen Nachfragen einer hochkarätig besetzten Richterbank. Das Ganze übrigens in englischer und französischer Sprache.

Das Osnabrücker Team habe sich dieser Herausforderung „mit viel Leidenschaft und juristischem Geschick“ gestellt, berichten die Betreuer Prof. Dr. Oliver Dörr und sein Mitarbeiter Marco Athen vom European Legal Studies Institute (Elsi). Auch wenn es am Ende nicht für den Sprung ins „All European Final“ in Luxemburg gereicht hat, seien sie mit dem Abschneiden ihrer Studenten sehr zufrieden: „Schon die Qualifikation für das Regionalfinale war keine Selbstverständlichkeit“, erinnert Athen daran, dass es nur 48 von etwa 100 Teams europäischer und nordamerikanischer Universitäten gelungen war, die erste Hürde dieses prestigeträchtigen Moot Courts zu nehmen. In ihrer Gruppe bekamen es die Osnabrücker unter anderem mit dem späteren Siegerteam der niederländischen Universität Leiden zu tun, aber auch mit Jurastudenten der US-amerikanischen University of Columbia (New York), der Universität Nimwegen (Niederlande) und der Universität Tartu (Estland).

Wertvolle Erfahrung

Trotz der intensiven Vorbereitung auf den Wettbewerb, die viel Zeit und Arbeit gekostet habe, bereuen die drei Osnabrücker ihre Teilnahme am ELMC nicht. Im Gegenteil: Brink, Falkhofen und Hoffmann sind sich einig, dass sich der Aufwand in vielerlei Hinsicht gelohnt habe. Die realitätsnahe Simulation ließ ihre persönlichen Fähigkeiten wachsen; darüber hinaus genossen sie es, gemeinsam an einem Fall zu arbeiten und sich dafür mit Studenten aus aller Welt zu treffen und zu messen. „Ganz nach dem Motto des Wettbewerbs: moot, meet and compete“, wie Betreuer Athen feststellt. Oder um es auf Deutsch zu sagen: streiten, treffen, wetteifern.


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