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19.02.2015, 14:59 Uhr SÜDLICHE INNENSTADT

Alkoholverbot: Osnabrück geht den richtigen Weg

Kommentar von Dietmar Kröger

Umgesetzt werden soll das Alkoholverbot vom verstärkten OS Team. Foto: Michael GründelUmgesetzt werden soll das Alkoholverbot vom verstärkten OS Team. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Politik und Verwaltung ziehen in der südlichen Innenstadt die Daumenschrauben an. Mit dem Alkoholverbot legen sie nach der Bewilligung zweier Vollzeitstellen für den Ordnungsamtsaußendienst noch eine Schippe drauf.

Erst das Zusammenwirken beider Maßnahmen kann die Durchschlagskraft entwickeln, die nötig ist, um die Probleme in der südlichen Innenstadt zu lindern.

Wohlgemerkt: lindern. Denn eine Lösung der Probleme werden sie nicht herbeiführen. Die liegt in der Suchtproblematik eines jeden einzelnen Menschen. Deswegen ist es wichtig, dass alle Maßnahmen auch weiterhin durch das Netzwerk, dass sich rund um das Thema „Johannisstraße und Salzmarkt“ gebildet hat, begleitet werden.

Vertreibung und Verbote sind keine Allheilmittel. Hilfe für diejenigen, die aus ihrer Abhängigkeit nicht mehr herauskommen. Aber auch das Thema Prävention muss mehr Beachtung finden. Die Erfahrung zeigt, dass es wesentlich günstiger ist, im Vorfeld auf Suchtgefahren hinzuweisen, als im Nachhinein viele Tausend Euro in die soziale Befriedung entgleister Stadtteile zu stecken.


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