Regionalentscheid Schüler messen sich bei „Jugend forscht“ in Lingen

Selin Aygün und Aysun Bicer haben die Ökobilanz von Print- und Onlinemedien miteinander verglichen. Foto: André Schmidt,Selin Aygün und Aysun Bicer haben die Ökobilanz von Print- und Onlinemedien miteinander verglichen. Foto: André Schmidt,

Osnabrück. Über mangelndes Interesse können sich die Veranstalter von „Jugend forscht“ nicht beklagen: Bei der 50. Ausgabe des Wettbewerbs nehmen allein aus Osnabrück und Umgebung neun Schulen am Regionalentscheid in Lingen teil.

Mehrere Monate haben die Schüler, die entweder in der Sparte „Schüler experimentieren“ (bis 14 Jahre) oder „Jugend forscht“ (15 bis 21 Jahre) antreten, an ihren Projekten gearbeitet. Zu den Fachbereichen gehören Biologie, Chemie, Arbeitswelt, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik. Wer beim Regionalentscheid an diesem Donnerstag und Freitag zu den Siegern gehört, qualifiziert sich für die Landeswettbewerbe.

Ökobilanz von Print- und Onlinemedien

Zu den Schülern, die sich am Wettbewerb beteiligen, gehören unter anderem Aysun Bicer und Selin Aygün. Sie haben untersucht, wie man am umweltfreundlichsten Zeitung liest. Die Schülerinnen der Osnabrücker Bertha-von-Suttner-Realschule wollten wissen, ob die CO2-Bilanz von Onlinemedien besser ausfällt als die von Printprodukten. Zunächst haben die Zehntklässlerinnen durch einen Versuch und verschiedene Berechnungen den CO2-Gehalt einer gedruckten Ausgabe der Schülerzeitung ermittelt.

Anschließend starteten die beiden 16-Jährigen eine Umfrage auf der Webseite der Schülerzeitung. Ziel war herauszufinden, wie lange der Internetnutzer im Durchschnitt die Online-Schülerzeitung liest. Den durchschnittlich 2000 Klicks pro Monat stellten die Schülerinnen 2000 Blätter der gedruckten Ausgabe gegenüber.

Am Ende lautete ihr Fazit: Die Ökobilanz beider Medienformen hängt stark vom Nutzungsverhalten der Leser ab. Je länger sich ein Leser mit der Schülerzeitung beschäftigt, desto günstiger schneidet das Printprodukt ab.


Alexanderschule Wallenhorst: Emil Hillung, Dominic Höfert und Marcel Lebiedzinski mit „Emil und seine Freunde – Die ausgediente Batterie“.

Gesamtschule Schinkel: Lena Schwenderling und Fabienne Schlechter mit „Unendlich! Konzept oder Zahl?“.

Ratsgymnasium Osnabrück: Philipp Kasten, Moritz Harte und Liam Riechardt mit „Der intelligente Kühlschrank 2.0“; Justus Rocho und Torge Avermann mit „Ist Trocknerstaub als Alternative zu herkömmlichen Dämmstoffen zu verwenden?“.

Schüler-Forschungs-Zentrum Osnabrück: Jakob Renard, Fiete Breer und Julius Beckmann mit „Der Geodreick-Nepp – Untersuchungen zur optischen Polarisation“; Marcel Flottmann und Jan-Luca Gausmann mit „Autonome Roboter für den Einsatz im Katastrophenschutz“.

Ursulaschule Osnabrück: Indra Thiemann mit „Jetzt reicht’s mit dem Mief – wir bekämpfen den Gestank der Kleintiere“; Marlene Ekenhorst und Lisa Günther mit „Die Entstehung der Blitze“.

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