Zentrum mit Perspektive Staatssekretär Müller besucht Institut für Islamische Theologie

Im Gespräch: (v. l.) Hakan Tosuner (Avicenna), Mathias Middelberg (MdB), Stefan Müller (Staatssekretär), Rauf Ceylan (IIT), Wolfgang Lücke (Uni-Präsident) und Martina Blasberg-Kuhnke (Theologin und Projektbeauftragte). Foto: Jörn MartensIm Gespräch: (v. l.) Hakan Tosuner (Avicenna), Mathias Middelberg (MdB), Stefan Müller (Staatssekretär), Rauf Ceylan (IIT), Wolfgang Lücke (Uni-Präsident) und Martina Blasberg-Kuhnke (Theologin und Projektbeauftragte). Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Ein Forschungszentrum mit Perspektive – so hat sich das Institut für Islamische Theologie (IIT) der Universität Osnabrück beim Besuch von Stefan Müller, Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, präsentiert.

Der CSU-Politiker, der auf Einladung des Osnabrücker Bundestagsabgeordneten Mathias Middelberg (CDU) gekommen war, hob die Bedeutung der Osnabrücker Einrichtung für die Entwicklung der islamischen Theologie in Deutschland hervor.

Universitätspräsident Wolfgang Lücke betonte die gute Zusammenarbeit der drei theologischen Institute – des katholischen, des evangelischen und des islamischen – an der Hochschule. Diese passe gut ins Bild als Universität der Friedensstadt Osnabrück.

„Wir haben damals bei null angefangen“, erinnerte sich der stellvertretende Institutsleiter Rauf Ceylan an die Anfänge in Osnabrück. Lehrpläne, Forschungsliteratur, wissenschaftliche Grundlage – all das habe gefehlt. Doch Ceylan hob nicht ohne Stolz hervor: „In diesem Jahr werden die ersten Doktoranden fertig.“

Martina Blasberg-Kuhnke, katholische Theologin und Projektbeauftragte für den Aufbau der islamischen Theologie an der Universität, verwies auf die notwendige Weiterentwicklung der Studiengänge. Berufsperspektiven für Absolventen müssten in den Fokus rücken, etwa im Bereich der sozialen Arbeit oder der Seelsorge.

Hakan Tosuner, Geschäftsführer des muslimischen Begabtenförderungswerks „Avicenna“, stellte dem Staatssekretär die Arbeit mit Stipendiaten vor. Das frisch gegründete Werk fördert derzeit 65 junge muslimische Studierende aller Fachrichtungen.


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