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Beste Opernaufnahme 2015 Klassiklabel aus GMHütte gewinnt Grammy in Los Angeles

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Osnabrück. Der DJ Robin Schulz ist bei der diesjährigen 57. Grammy-Verleihung in Los Angeles zwar ohne Grammy ausgegangen. Dafür hat das Musiklabel CPO aus Georgsmarienhütte die begehrte Trophäe in die Region geholt. Ebenfalls durfte sich das Label Deutsche Grammophon über einen Grammy freuen.

Das Musiklabel CPO bekam den Grammy für die beste Opernaufnahme („La descente d’Orphée aux enfers“ des französischen Komponisten Marc-Antoine Charpentier). Das Label Deutsche Grammophon erhielt den Grammy für die beste Kammermusikdarbietung für ein Album der US-Violinistin Hilary Hahn. Damit punktete Deutschland im Bereich der klassischen Musik. Gewinner des Abends war aber der Brite Sam Smith, der gleich vier Grammys abräumte. „Das ist der beste Abend meines Lebens“, sagte der 22-Jährige.

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CPO ist ein hauseigenes Label des JPC-Musik Onlineshops. CPO steht für „Classic Production Osnabrück“. Federführend bei der Gründung des Labels war Georg Gerhard Ortmann. Er hatte zusammen mit Johannes Stuckenberg 1973 in Osnabrück JPC gegründet. Seit 2010 findet der Vertrieb von JPC nur noch über das Internet statt. Die Filialen wurden geschlossen.

CPO setzt vorwiegend auf eher unbekannte Komponisten. Ortmann gründete 1986 das Label. Das „Oratorium nach Bildern der Bibel“ von Mendelssohn war die erste eigene Produktion, die CPO auf den Markt brachte. Seit 1991 kümmert sich Burkhard Schmilgun um das Label. Bisher sind lau Wikipedia über 900 CDs veröffentlicht worden. Pro Monat bringt CPO sechs neue Veröffentlichungen heraus.

Ansonsten hatten in Los Angeles vorwiegend US-Künstler die Nase vorn. Der Osnabrücker DJ Robin Schulz war für den Best Remix Recording nominiert. In der Kategorie machte allerdings der Niederländer Tijs Michiel Verwest das Rennen. Er bekam den Grammy für All Of Me (Tiesto’s Birthday Treatment Remix), den Remix eines Songs von John Legend. Ebenfalls aus Niedersachsen nominiert waren der Northeimer Tonstudioinhaber Günter Pauler und sein Toningenieur Hans-Jörg Maucksch. Sie hatten chinesische Liebesgedichte im Dolby-Surround-Verfahren vertont und waren für die Kategorie „Best Surround-Sound-Album“ nominiert. Der Grammy ging aber an die US-Künstlerin Beyoncé.

Insgesamt sind in 83 Kategorien Grammys vergeben worden. Über die Gewinner entscheiden rund 13 000 Experten aus der Musikbranche. Als bester neuer Künstler wurde der Brite Sam Smith ausgezeichnet. Eine Auswahl der Gewinner:

- Aufnahme des Jahres: Sam Smith - Stay With Me

- Album des Jahres: Beck - Morning Phase

- Song des Jahres: Sam Smith - Stay With Me

- Bester Newcomer: Sam Smith

- Beste Pop-Solo-Performance: Pharrell Williams - Happy

- Beste Pop-Duo-Performance: A Great Big World With Christina Aguilera - Say Something

- Bestes Popgesangs-Album: Sam Smith - In The Lonely Hour

- Bestes traditionelles Popgesangs-Album: Tony Bennett & Lady Gaga - Cheek To Cheek

- Bestes Rock-Album: Beck - Morning Phase

- Bester R&B-Song: Beyoncé - Drunk In Love

- Bestes zeitgenössisches Album: Pharrell Williams - Girl

Mit Material der dpa


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