Investorenkonferenz im Hörsaal Osnabrück setzt auf Wissenschaft als Wachstumsmotor

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Wissenschaft bringt die Stadt voran: Das war die Botschaft von Oberbürgermeister von Wolfgang Griesert, Uni-Präsident Wolfgang Lücke, Stadtbaurat Frank Otte und Hochschulpräsident Andreas Bertram (von links). Foto: Hermann PentermannWissenschaft bringt die Stadt voran: Das war die Botschaft von Oberbürgermeister von Wolfgang Griesert, Uni-Präsident Wolfgang Lücke, Stadtbaurat Frank Otte und Hochschulpräsident Andreas Bertram (von links). Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Osnabrücks Einwohnerzahl steigt wieder: Gerade habe die Stadt die Marke von 160000 überschritten, verriet Stadtbaurat Frank Otte auf der Investorenkonferenz, zu der die Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO) ins neue Hörsaalgebäude von Uni und Hochschule eingeladen hatte. Die Potenziale aus der Wissenschaft sollen Osnabrück zu weiterem Wachstum verhelfen.

Mehr als 100 Teilnehmer aus der Wirtschaft kamen zu der Konferenz, um sich über künftige Projekte der Stadt und der Hochschulen zu informieren. Die gemeinsame Botschaft lautete: Wir haben das Know-how, wir haben die Flächen, lasst uns gemeinsam in die Hände spucken und die Stadt voranbringen. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bezeichnete die Hochschulen als „Brutkasten“ für die Stadtentwicklung. Uni-Präsident Wolfgang Lücke und Hochschulpräsident Andreas Bertram stellten in einem demonstrativen Schulterschluss Projekte vor, die Osnabrück als Hort der Innovation erscheinen lassen.

Dazu gehören etwa eine Stiftungsprofessur für künstliche Intelligenz, die Entwicklung von Biosensoren, die olfaktorische Reize aufnehmen, oder auch die Grundlagenforschung zur Fragestellung, ob es über den Spin von Elektronen möglich ist, Daten zu speichern.

Nach der Fertigstellung des Hörsaalgebäudes und der Bibliothek am Westerberg werde es weitere Bauprojekte geben, kündigte Lücke an, vor allem ein Neubau als Ersatz für das „Sorgenkind“ AVZ, das wegen der Brandschutzvorschriften nur noch sehr eingeschränkt genutzt werden kann. Bertram warb für den Bau von Wohnungen. Schon wegen der Studenten beider Hochschulen werde es in Osnabrück auch längerfristig einen großen Bedarf geben.

Als gelungenes Beispiel für die Kooperation von Stadt und Hochschulen wurde an dem Abend der Wissenschaftspark mit dem ICO vorgestellt, dem Innovationscentrum Osnabrück. Auf einem virtuellen 360-Grad-Rundgang, inszeniert vom noch sehr jungen Start-up-Unternehmer Arne Albers, bekamen die Zuschauer einen räumlichen Eindruck von dem Gründungszentrum am Westerberg, in dem sich mehr als 30 junge Unternehmen angesiedelt haben. Sie alle sind aus den Hochschulen hervorgegangen. Mit ihnen verbindet sich nun die Hoffnung, dass sie sich entwickeln und Arbeitsplätze schaffen.

Das ICO sei aber erst der Anfang, unterstrich Ralf Kreye, der Prokurist der Wirtschaftsförderung Osnabrück. Nebenan im Wissenschaftspark sei noch genug Platz für weitere Start-ups, und das mit einer perfekten Erschließung, zu der auch Glasfaser-Datenleitungen mit bis zu 1000 Megabit gehörten.

Stadtbaurat Frank Otte forderte die anwesenden Unternehmer auf, an künftigen städtischen Projekten mitzuwirken, etwa auf dem Güterbahnhof und am Berliner Platz, aber auch in den ehemaligen britischen Kasernen an der Landwehrstraße und am Limberg.

Zugleich lud er Investoren ein, sich am Gemeinschaftsstand der Stadt Osnabrück auf der Immobilienmesse Expo Real zu beteiligen, die Anfang Oktober in München stattfindet. Wer bis zum 6. März zusagt, erhalte sogar einen Frühbucherrabatt, kündigte Otte an.


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