Neujahrsempfang der CDU CDU-Schulpolitiker attackiert rot-grüne Regierung

Neujahrsempfang der CDU: (von links) der Landtagsabgeordnete Burkhard Jasper, Schulpolitiker Kai Seefried und CDU Vorsitzender Fritz Brickwedde. Foto: kaNeujahrsempfang der CDU: (von links) der Landtagsabgeordnete Burkhard Jasper, Schulpolitiker Kai Seefried und CDU Vorsitzender Fritz Brickwedde. Foto: ka

Osnabrück. Der CDU-Schulpolitiker Kai Seefried wirft der rot-grünen Landesregierung vor, ein Einheitsschulsystem durchsetzen zu wollen. „Ihr Vorhaben, der Integrierten Gesamtschule den Status einer ersetzenden Schulform zu geben, ist ein direkter Angriff auf Gymnasien, Real-, Haupt- und Oberschulen“, sagte der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion beim Neujahrsempfang der Osnabrücker CDU.

CDU-Kreisvorsitzender Fritz Brickwedde kündigte Widerstand gegen die Pläne von Rot-Grün an, eine weitere Integrierte Gesamtschulen in Osnabrück errichten zu wollen: „Wir werden das Schulzentrum Sonnenhügel ebenso verteidigen wie die möglichen Standorte Graf-Stauffenberg-Gymnasium/Bertha-von-Suttner-Realschule und Gymnasium In der Wüste/Erich-Maria-Remarque-Realschule.“ Ein Standort in der Innenstadt würde Carolinum und Ratsgymnasium aushöhlen und werde deshalb ebenfalls abgelehnt, sagte Brickwedde.

Viel Beifall erhielt der Gast aus Hannover für die Aussage, Lehrer in Ruhe ihre Arbeit machen zu lassen und nicht immer wieder Strukturdebatten zu beginnen.

„Klar lehnt die CDU die Erhöhung der wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung der Gymnasiallehrer um eine Stunde und das Kassieren der zugesagten Altersermäßigung für ältere Lehrer ab“, so Kai Seefried. Mit diesem gebrochenen Versprechen belaste Rot-Grün die älteren Lehrkräfte an allen Schulformen um bis zu zwei Stunden.

Als Erfolg der Eltern und der CDU bezeichnete Seefried das Zurückweichen der Kultusministerin bei der Förderschule Sprachen. Entscheidend bei der Inklusion seien das Kindeswohl und die Wahlfreiheit der Eltern. Der CDU-Landtagsabgeordnete Burkhard Jasper sagte: „Wir freuen uns, dass auch durch unseren Einsatz die Förderschule in Lüstringen erhalten bleibt.“

Aus den Reihen der etwa 120 Gäste wurde darauf hingewiesen, dass am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Schüler aus 53 Ländern unterrichtet würden und ein Drittel der Abiturienten von der Realschule kämen, ein Beispiel für soziale Leistung und Durchlässigkeit des Schulwesens. Viele rot -grüne Politiker forderten die Gesamtschule, schickten aber ihre eigenen Kinder aufs Gymnasium. „Schicken Sie ihre Kinder dahin, wo die Politiker ihre Kinder hingeben“, brachte es ein Pädagoge auf den Punkt.


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