Interview mit Benedikt Zeitner Ass-Dur: Zoff gibt‘s beim Poker und auf Kreuzfahrt

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Gern gesehene Gäste in Osnabrück: Das Duo Ass-Dur, hier bei einem Auftritt im Haus der Jugend. Foto: Uwe LewandowskiGern gesehene Gäste in Osnabrück: Das Duo Ass-Dur, hier bei einem Auftritt im Haus der Jugend. Foto: Uwe Lewandowski

Osnabrück. Als „Ass-Dur“ haben Benedikt Zeitner und Dominik Wagner einen echten Blitzstart hingelegt. Dabei hatten sie eine Karriere im Musik-Kabarett ursprünglich nicht geplant, Benedikt Zeitner hat Operngesang studiert, Dominik Wagner Opernregie. Am Samstag kommt das Duo mit seinem neuen Programm „3. Satz: Scherzo spirituoso“ in die Osnabrückhalle.

Wie ging es los mit Ass-Dur?

Wir haben uns kennengelernt an der Musikhochschule in Berlin. Dominik hat damals gesagt, ich soll mal bei so einer Zaubergala ein Lied singen, und er hat darauf bestanden, dass es lustig sein soll, wir haben das gemacht und es war sehr gut. Dann haben wir diese Nummer noch einmal auf einer anderen Berliner Bühne gemacht und haben sofort einen Agenturvertrag angeboten bekommen, weil die Agentin zufällig da war. Dann haben wir in einem Jahr ungefähr 20 Kabarettpreise gewonnen und können seitdem davon leben.

Sie haben auf Ihrer Homepage einen ziemlich übertriebenen Lebenslauf: Ungefähr ein Dutzend Sprachen und Sportarten, dazu die verschiedensten Studienfächer – das kann unmöglich alles ernst gemeint sein. Was davon stimmt wirklich?

Es stimmt das Meiste. Was nicht, muss der Zuschauer selber herausfinden, würde ich mal sagen. Es sind aber nur wenige Details, die nicht stimmen.

Über Ihren Partner Dominik Wagner hingegen erfährt man kaum etwas. Vielleicht ein paar Infos für unsere Leser?

Wir machen ja beide auch unterschiedliche Projekte nebenher. Dominik ist zum Beispiel gerade dabei, sein drittes Musical zu schreiben. Er hat eins, das an unterschiedlichen Bühnen produziert wird, das heißt „Sarg niemals nie“ und ist ein schönes Stück geworden, und jetzt schreibt er gerade für eine Jugendgruppe in München.

Ass-Dur ist aber schon für Sie beide die Hauptbeschäftigung?

Ja klar, wir spielen ja etwa 100 Termine im Jahr. Aber daneben hat man natürlich noch Zeit, denn auch auf Tour ist man ja im Grunde nur abends beschäftigt und will sich tagsüber natürlich noch irgendwie beschäftigen.

Irgendwann schreiben Sie ja auch noch neue Programme. Wie entstehen die?

Die entstehen zum großen Teil aus Improvisationen während unserer Shows. Dann ist es meistens so, dass aus einer Blitzidee hinterher mehr gemacht wird. Wir haben uns jetzt für das dritte Programm ein Jahr Zeit gelassen und uns immer wieder getroffen um den groben Rahmen abzustecken und bei den Proben dann das Ganze mit Details auszufüllen.

Wie sieht denn Ihr Publikum altersmäßig aus?

Das ist sehr gemischt. In jedem Programm sind ein paar Kinder mit sechs Jahren, ein paar Teenies mit 16, viele Studenten, das Gros der Leute ist so um die 40, aber auch Senioren sind dabei, und alle nehmen aus dem Programm irgendwie was mit. Wir sprechen eine sehr breite Zielgruppe an, dadurch vor allem, dass Dominik und ich ja sehr unterschiedlich sind.

Wenn das so ist: Gibt es auch manchmal Zoff?

Erfreulicherweise nicht. Wir haben uns in den Jahren so gut wie nie gestritten, außer auf Kreuzfahrtschiffen oder wenn wir Poker spielen. Das schlimmste ist, wenn wir auf einem Kreuzfahrtschiff Poker spielen.“


Ass-Dur: Samstag, 31. Januar, 20 Uhr, Osnabrückhalle. Kartentelefon: 05 41/34 90-24

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