Eine Stimme für Flüchtlinge „Die Asyl-Dialoge“ im Haus der Jugend in Osnabrück

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Dokumentarisches Theater im Haus der Jugend.Foto: MartensDokumentarisches Theater im Haus der Jugend.Foto: Martens

Osnabrück. Sechs professionelle Schauspieler trugen beim dokumentarischen Theater „Asyl-Dialoge“ Texte vor, die von realen Schicksalen erzählen.

„Wir wussten nicht, was passieren wird.“ So schildert Irfan aus Pakistan seine Gefühle. Als politisch Verfolgter floh er zunächst nach Griechenland, später nach Deutschland. Auf der Bühne ist es nun Schauspieler Simon Zigah, der Irfan seine Stimme leiht. Parallel dazu erscheint auf einer Leinwand die englische Übersetzung der Texte. Mit insgesamt sechs professionellen Spielerinnen und Spielern sowie der Saxofonistin Laura Hilwig brachte Regisseur und Autor Michael Ruf am Mittwoch sein dokumentarisches Theater „Die Asyl-Dialoge“ im Haus der Jugend auf die Bühne. Grundlage der Produktion des Berliner Vereins „Bühne für Menschenrechte“ sind drei reale Schicksale, die aus rund 30 Interviews ausgewählt und von Ruf unter Beibehaltung des Wortlautes für die Bühne bearbeitet wurden. Gemäß der Idee, das Stück an jedem Ort zu jedem Zeitpunkt mit regionalen Künstlern aufzuführen, ging es primär um Begegnungen, die Menschen verändern, um gemeinsame Kämpfe in unerwarteten Momenten. So lernt Irfan Linda (Alice Hanimyan) von der antirassistischen Initiative „NoLager Osnabrück“ kennen. Anwältin Sara (Vanida Karun) setzt sich für den Iraker Hawar (Jakob Rohde) ein, der gemäß dem „Dublin-Verfahren“ nach Bulgarien abgeschoben werden soll. Und Anna (Christina Rohde) kämpft für das Bleiberecht von Rayana (Sharon Isabelle Rupa) und deren Familie. Ein Publikumsgespräch mit Vertretern der studentischen Initiative „Studium – und dann?!“, der „Fachschaft Internationale Migration und interkulturelle Beziehungen“ sowie von „NoLager Osnabrück“ schloss sich an.


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