Förderschule Sprache bleibt Bestandsschutz für Lüstringer Bergschule

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Die Bergschule Lüstringen (hinten) teilt sich einen Pausenhof mit der Waldschule Lüstringen. Nach Vorstellungen von Rot-Grün  könnten sich  beide Schulen zu einer inklusiven Grundschule mit Sprachheilklassen zusammenschließen. Archivfoto: Gert WestdörpDie Bergschule Lüstringen (hinten) teilt sich einen Pausenhof mit der Waldschule Lüstringen. Nach Vorstellungen von Rot-Grün könnten sich beide Schulen zu einer inklusiven Grundschule mit Sprachheilklassen zusammenschließen. Archivfoto: Gert Westdörp

pm/S. Osnabrück. Die Lüstringer Bergschule bleibt erhalten. Das teilte die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt am Donnerstagmittag bei einer Pressekonferenz mit. Für alle in Niedersachsen bestehenden Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache solle es im Zuge der Novellierung des Schulgesetztes Bestandsschutz geben.

Elternvertreter und die CDU hatten die bisherigen Pläne der Landesregierung, die Sprachförderschulen auslaufen zu lassen , scharf kritisiert. Es gebe keine Alternativangebote für Förderschüler im Bereich Sprache in der Stadt Osnabrück.

Die Osnabrücker Landtagsabgeordneten Frank Henning (SPD) und Volker Bajus (Grüne) begrüßen den Bestandsschutz, weil sie hervorragende Arbeit leisteten und die „gehandicapten Schülerinnen und Schüler auf einen Wechsel zur Regelschule vorbereiten“, schreibt Henning in einer Pressemitteilung. Die Umstellung des Schulsystems im Zuge der Inklusion sei ein Generationenprojekt. „Wo es möglich ist, brauchen wir gleitende Übergänge. Auch, wegen der Sorgen und Nöte von Schülern und Eltern. Beim Förderschwerpunkt Sprache können damit weiter die Eltern entscheiden, welche Schulform für das Kind gewünscht ist“ ergänzt Bajus.

Auch wenn er den Bestandsschutz für Sprachförderschulen begrüße, halte er die Ideen, die Waldschule Lüstringen und die Lüstringer Bergschule zu einer inklusiven Grundschule mit speziellen Sprachheilklassen zusammenzulegen, für sehr überlegenswert, schreibt Henning: „Dabei könnten beide gewinnen.“ Schon jetzt teilen sich die beiden Schulen einen gemeinsamen Pausenhof.

Dem Antrag der Waldschule Lüstringen, Ganztagsschule zu werden, sei bislang unter anderem deshalb nicht gefolgt worden, weil der damit verbundene Mensabau für eine Grundschule allein zu teuer sei. „Würden sich die Lüstringer Bergschule und die Waldschule Lüstringen zu einem Förderzentrum mit Sprachheilklassen zusammenschließen, wären die Chancen auf eine Mensa gut und die so zusammengelegten Schulen könnten als Ganztagsschulen ausgestattet werden“, erläutert Henning. Nach Bajus‘ Sicht wäre das „eine interessante Option, über die in der nächsten Zeit mit den Eltern und den betroffenen Schulleitungen gesprochen werden sollte.“


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