Übersetzerstammtisch hat gesammelt Übersetzer spenden Wörterbücher für Osnabrücker Flüchtlinge

Von Jörg Sanders

Pierette Tisserand-Ennen, Gabriele François und Lars Brink (v.l.n.r.) verschaffen sich einen Überblick über die gespendeten Bücher. Foto: Jörn MartensPierette Tisserand-Ennen, Gabriele François und Lars Brink (v.l.n.r.) verschaffen sich einen Überblick über die gespendeten Bücher. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Sprache ist ein wichtiger Schlüssel zur Integration, doch aller Anfang ist schwer. Als Hilfe für Flüchtlinge haben zwei Vertreterinnen des Osnabrücker Übersetzerstammtisches am Montag der Koordinierungsstelle Flüchtlingsarbeit rund 40 Wörterbücher übergeben. Sie stammen aus eigenen Beständen und Spenden von Verlagen.

„Die Flüchtlinge wollen von der ersten Minute an Deutsch lernen“, sagt Lars Brink von der Koordinierungsstelle. „Daher können wir solche Wörterbücher gut gebrauchen“. Sie gehen nun an ehrenamtliche Sprachlernhelfer sowie an Flüchtlinge.

Die Idee zur Sammelaktion kam Übersetzerin François im November beim Basar der Beruflichen Orientierungshilfe für junge Erwachsene (Boje) in der Dammstraße. Ein Zettel an einem Wunschbaum eines Flüchtlings im Rosenplatzquartier ließ sie aktiv werden. „Einen habe ich gefunden, da hat sich jemand ein Bildwörterbuch gewünscht“, sagt François. „Und da dachte ich, die brauchen sicherlich mehrere“, ergänzt die Fachübersetzerin.

François wandte sich an die Stadt. Brink von der Koordinierungsstelle sagte, es würden nicht nur Bildwörterbücher gebraucht, sondern auch normale Wörterbücher für Englisch und Französisch, aber vor allen Dingen für Arabisch sowie einige exotische Sprachen wie Somalisch, Tigri, Tigrinya, Kurdisch, Farsi und Paschdu.

François fragte bei Kollegen an. Ferner bat sie bei fünf bis sechs Verlagen um Wörterbücher. Hueber schickte fünf, Langenscheidt 25. Letztlich kamen rund 40 Bücher zusammen. Eine Kollegin ergänzte das Konvolut um eine Liste mit Online-Wörterbüchern, insbesondere für die Exoten.