Heute Große Straße, morgen Wien? Osnabrücker Band Peace Hill will zum Eurovision Song Contest

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Am Samstag spielt die Band Peace Hill in der Fußgängerzone. Am 23. Mai will sie beim Finale des Eurovision Song Contests spielen. Foto: Thomas WübkerAm Samstag spielt die Band Peace Hill in der Fußgängerzone. Am 23. Mai will sie beim Finale des Eurovision Song Contests spielen. Foto: Thomas Wübker

Osnabrück. Auf den Spuren von Conchita Wurst wandelt die Osnabrücker Band Peace Hill. Sie will am Finale des Eurovision Song Contests (ESC) am 23. Mai in der österreichischen Hauptstadt Wien teilnehmen. Das in der Osnabrücker Innenstadt gedrehte Bewerbungs-Video haben die vier Musiker Ende des vergangenen Jahres eingereicht. Wer die Qualitäten der Band live sehen will, kann sie sich am Samstag, 10. Januar, ab 14 Uhr in der Fußgängerzone anhören.

Auf der Straße hat für Daniel Niemann (40), André Kopka (41), Markus Betram (46) und Lars Bonowski (41) alles angefangen. Ursprünglich fand sich das Quartett vor 20 Jahren zusammen, um als Rockband auf der Bühne zu spielen. Ihre größten Erfolge feierten sie aber als Straßenmusiker. Zweimal gewannen sie schon den Osnabrücker Straßenmusik-Wettbewerb „Die goldene Säge“. Damals hießen sie noch „Goldkehlchen“.

Daniel Niemann, der seine Brötchen als Mediengestalter verdient, ergänzt, dass er Deutscher Meister im Brettspiel Pandemie sei. Bei der Spiele-Messe in Essen ist er bei der Weltmeisterschaft dabei. „Ich habe mal bei einem Malwettbewerb gewonnen“, will Neurologe Lars Bonowski auch seine Meriten gewürdigt wissen. Die anderen lachen, und es wird klar, den Herren geht es hauptsächlich um Spaß.

Deswegen ist auch die Begründung reiner Flachs, warum sie sich für deutschen Vorentscheid „Unser Song für Österreich“ beworben haben. Sie wollen Barbara Schöneberger treffen, sagen die vier Männer im besten Alter. „Sie hat so schöne Augen.“

Ihre Chancen, tief in die Augen der beliebten Moderatorin zu blicken, stehen allerdings nicht besonders gut. „Peace Hill“ treten gegen aktuell etwa 700 andere Bands an, die sich um einen der lediglich zehn Plätze beim von Schöneberger moderierten Clubkonzert in der Großen Freiheit am 19. Februar in Hamburg bewerben. Der Sieger darf dann am 5. März in Hannover beim Deutschland-Entscheid „Unser Song für Österreich“ darum kämpfen, beim ESC-Finale am 23. Mai in Wien mitzumachen. Im vergangenen Jahr ist das Trio Elaiza diesen Weg gegangen und konnte sich für das Finale in Kopenhagen qualifizieren.

„Der Weg ist das Ziel“, sagt Akustik-Ingenieur Markus Bertram philosophisch, während Forstwirt André Kopka unumwunden zugibt: „Es war eine Schnapsidee. Unsere Frauen schütteln nur ihre Köpfe.“ Musik sei für das Quartett vor allem Spaß, sagen die vier Männer. Leben müssten sie davon glücklicherweise nicht.

Am Samstag steht die Band Peace Hill wieder in der Großen Straße vor L+T und spielt ab etwa 14 Uhr eigene Songs und Coverstücke von den Beatles, den Sternen oder Bettie Serveert. Das Stück „No Picture of your Soul“, mit dem sie die deutschen Farben beim ESC-Finale in Wien vertreten wollen, ist ebenfalls im Programm. Das Video zu dem Lied, das in der Osnabrücker Innenstadt aufgenommen wurde, ist auf der Facebook-Seite der Band zu sehen unter www.facebook.com/peacehillmusic.


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