Feuerwerk wie aus dem Flugzeug Silvestertipp: Jahreswechsel auf dem Piesberg

Party auf dem Piesberg: In der Silvesternacht ist die Aussichtsplattform ein beliebtes Ziel. Foto: Archiv/Klaus LindemannParty auf dem Piesberg: In der Silvesternacht ist die Aussichtsplattform ein beliebtes Ziel. Foto: Archiv/Klaus Lindemann

Osnabrück. Es könnte wieder eine klare Silvesternacht werden. Dann lohnt es sich, zum Jahreswechsel auf den Piesberg zu steigen. Um von Osnabrücks höchstem Punkt das Feuerwerk zu beobachten. Ein Anblick fast wie aus dem Flugzeug.

Vor einem Jahr war so eine Nacht. Eisig kalt, rauer Wind, klarer Himmel. Um 23.15 Uhr machten wir uns am Museum Industriekultur auf den Weg nach oben. Es war meine Idee gewesen, und ich hatte in meiner Naivität nicht damit gerechnet, dass auch andere Menschen auf diesen genialen Einfall kommen könnten. Aber schon an der Feldbahn zeichnete sich eine kleine Völkerwanderung ab.

Jüngere und Ältere stapften fröhlich dem Gipfel entgegen, die einen laut, die andern leise, die einen mit Taschenlampen, die anderen mit Sektflaschen und Böllern ausgerüstet. Oben am Aussichtsturm auf der Felsrippe tummelten sich kurz vor Mitternacht schon weit über 100 Partygäste, und es kamen immer weitere dazu, sodass es auf der vier mal sieben Meter großen Plattform schon ziemlich eng wurde.

Der beste Blick in die Stadt bot sich ohnehin auf der Treppe. Ein ganzes Meer aus filigranen bunten zerplatzenden Seifenblasen schien sich ab null Uhr über die Wohnsiedlungen zu ergießen. Tausendfach, in einer endlosen Kette, während der Lärm der Böller nur gedämpft auf der Felsrippe ankam.

Schon nach wenigen Minuten breitete sich – von oben gut sichtbar – eine dunkle Wolke über dem Lichtermeer aus. Weil auch Silvesterraketen Feinstaub produzieren. Auf dem Piesberg stiegen natürlich auch ein paar Raketen auf, aber 180 Meter über Normalhöhe Null blieb die Luft sauber.


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