Neujahrsbotschaft 2015 Osnabrücker Superintendent Pannen: Zuwanderung notwendig

Friedemann Pannen, Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises. Foto: Archiv/PoerschkeFriedemann Pannen, Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises. Foto: Archiv/Poerschke

Osnabrück. Der Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Osnabrück, Friedemann Pannen, ruft in seiner am Dienstag vorab veröffentlichten Neujahrsbotschaft 2015 zu einer „gelebten Willkommenskultur“ auf, deren wichtigste Elemente Schutz und Sicherheit für die in Deutschland ankommenden Flüchtlinge seien.

„Flucht und Migration wird gesellschaftliche Realität bleiben, die die evangelische Kirche in Osnabrück mit gestalten will und wird“, betont Pannen. Es werde nun sehr darauf ankommen, die Solidarität und Hilfsbereitschaft der Osnabrücker zu erhalten und das bürgerschaftliche Engagement für Flüchtlinge zu sichern und zu stärken.

Entschieden wendt sich Pannen gegen die Positionen und Forderungen der Pegida-Bewegung. „Zuwanderung aus islamischen Ländern stellt keine Bedrohung des christlichen Abendlandes dar, Zuwanderung ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit“, unterstreicht der Superintendent. Nicht Pegida verkörpere die Mitte der Gesellschaft. Diese sei stattdessen da, wo Bürger gegen Fremdenfeindlichkeit und für den Schutz von Flüchtlingen und Migranten aktiv seien und sich für deren Wohl engagierten.

Als weitere zentrale Herausforderung der nächsten Jahre bezeichnet Pannen die Verwirklichung von Inklusion auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Der Kirchenkreis werde eine Projektstelle zur Umsetzung inklusiver Gemeindearbeit einrichten. Alle gesellschaftlichen Gruppen, insbesondere Politik und Verwaltung, dürften Inklusion nicht nur fordern, sondern müssten diese ernsthaft verwirklichen und die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellen.


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