Sprachförderschulen schließen Osnabrück: Lüstringer Bergschule steht vor dem Aus


Osnabrück. Die Lüstringer Bergschule in Osnabrück wird ab Sommer 2015 auslaufen. Das sieht der Entwurf für das neue Landesschulgesetz vor. Nach Auslaufen der einzigen Sprachförderschule in Osnabrück wird es keine Alternativangebote für Sprachförderschüler geben, wenn die Stadt keine Grundschule mit dem Profil Sprache aufbaut.

Der Elternvertreter im Schulvorstand der Lüstringer Bergschule, Jens Schomäker, ist empört: „Es ist fatal, wenn es bald keine Alternativangebote für Förderschüler im Bereich Sprache in der Stadt Osnabrück gibt.“ Es bestehe die große Gefahr,

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Aus Förderzentren werden Reschi:

Die Förderschulen fungieren bislang auch als sonderpädagogische Förderzentren. Nach dem Schulgesetzentwurf sollen 2015 anstelle der sonderpädagogischen Förderzentren die Regionalstellen für schulische Inklusion (Reschi) eingeführt werden. Die Förderschulen bleiben somit grundsätzlich bestehen, verlieren jedoch die Funktion als Förderzentrum. Bei den Reschi soll es sich um eine an die Landesschulbehörde angebundene überwiegend administrative Einrichtung handeln. Nach den Erläuterungen zum Schulgesetzentwurf sollen die Reschi vor allen Dingen sonderpädagogisches Fachpersonal verteilen, sonderpädagogische Überprüfungen sowie Fortbildungen erarbeiten. Die Reschi sollen zudem Schulen zur inklusiven Schulentwicklung und die Schulträger bezüglich ihres sonderpädagogischen Schulangebots beraten und Konzepte mit den Schulträgern erstellen. Voraussichtlich werden viele Leiter auslaufender Förderschulen in den Reschi arbeiten. Landkreis-Sprecher Burkhard Riepenhoff fordert: „Der Landkreis Osnabrück ist der Ansicht, dass es pro Landkreis mindestens eine Regionalstelle geben sollte.“ Für den Landkreis Osnabrück wünscht sich Riepenhoff „angelehnt an die Anzahl der derzeit bestehenden sieben sonderpädagogischen Förderzentren mehrere Regionalstellen“.

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