Schüler engagieren sich Urkunden für Osnabrücker Buslotsen

Schüler der Möser-Realschule übernehmen Verantwortung für Sicherheit und Ordnung im Bus. Foto: PentermannSchüler der Möser-Realschule übernehmen Verantwortung für Sicherheit und Ordnung im Bus. Foto: Pentermann

Osnabrück. Mit rund 16000 Personen machen Schüler 33 Prozent der Fahrgäste im Osnabrücker Stadtbusbetrieb aus. Einige von ihnen übernehmen als Buslotsen die Verantwortung für Sicherheit und Ordnung.

Von den Stadtwerken Osnabrück erhielten 29 Teilnehmer der Möser-Realschule am Westerberg eine Urkunde für ihr Engagement.

Der Busbetrieb berge großes Konfliktpotenzial , deshalb sei es wichtig, „dass es Schüler gibt, die aufmerksam sind, eingreifen wenn es nötig ist, und den Busfahrer unterstützen“, sagte André Kränzke, Leiter des Verkehrsbetriebes der Stadtwerke. Die Buslotsen konnten ihre neu erworbenen Fähigkeiten bereits unter Beweis stellen. So schilderte Angelika ihren Mitschülern, wie sie einen Mann aufforderte, seine elektronische Zigarette nicht im Bus zu rauchen – mit Erfolg. Björn half einer älteren Dame mit ihrem Rollator beim Einstieg in den Bus.

Michael Maßmann, Leiter der Polizeidirektion Osnabrück, bedankte sich bei den engagierten Schülern und warnte zugleich vor zu viel Eifer. „Wir bilden Buslotsen aus, keine Bushelden“, betonte der Beamte. In schwierigen Situationen sollten sich die Lotsen an den Busfahrer wenden, im schlimmsten Fall auch an die Polizei.

„Unsere Buslotsen von heute sind couragierte Mitbürger von morgen“, sagte Schulleiter Markus Gerling. Schüler des achten Jahrgangs werden von Trainern der Stadtwerke und der Polizei zu Buslotsen ausgebildet. Die Jugendlichen lernen in Rollenspielen Techniken, um in Gefahren- und Konfliktsituationen angemessen und deeskalierend eingreifen zu können. Seit vier Jahren gibt es das Präventionskonzept von Möser-Realschule und Stadtwerken.


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