Koordinierungsstelle Osnabrück Frau und Betrieb: Mit frischer Kraft ins neue Jahr

Daumen hoch für die neue Zusammenarbeit: Bettina Jacob-Stallforth und Andrea Kalinsky. Foto: Michael GründelDaumen hoch für die neue Zusammenarbeit: Bettina Jacob-Stallforth und Andrea Kalinsky. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Mit Bettina Jacob-Stallforth als neuer Mitarbeiterin im Leitungsteam geht die Koordinierungsstelle „Frau&Betrieb“ mit frischer Kraft ins neue Jahr. „Das Bewährte bleibt und wird durch Neues ergänzt“, sagt Andrea Kalinsky, die schon länger zum Team in der Bierstraße gehört.

Nach dem Ausscheiden von Brigitte Instinsky wurde Diplom-Pädagogin und Coach Bettina Jacob-Stallforth unter 60 Bewerbungen gewählt. Sie ist vor allem für die Beratung der Berufsrückkehrerinnen zuständig und gestaltet das umfangreiche Bildungsprogramm. Andrea Kalinsky bleibt für die Betreuung der Verbundbetriebe zuständig.

Die Koordinierungsstelle, eine von 23 im Land Niedersachsen, ist Ansprechpartner für Frauen und Betriebe in der Region. In Zusammenarbeit mit dem Verbund „Frau & Betrieb“ ist ihr Ziel die berufliche Gleichstellung von Frauen und deren Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt nach einer Familienphase.

Angesprochen sind vor allem kleine und mittelständige Betriebe. In Stadt und Landkreis Osnabrück sind nach Kalinskys Aussagen derzeit 84 Unternehmen Mitglied. Träger und Förderer sind außer der Stadt und dem Landkreis Osnabrück auch die Europäische Union, das Land Niedersachsen, die Handwerkskammer und die katholische Familienbildungsstätte Osnabrück.

„Wir bieten eine unabhängige Beratung“, unterstreichen die beiden Leitungsfrauen. Dabei orientierten sie sich auch am Bedarf der Betriebe. Mit den ratsuchenden Frauen entwickelten sie Perspektiven für eine berufliche Zukunft oder Veränderung. Speziell Berufsrückkehrerinnen suchen nach der Familienphase oft neue Herausforderungen, sagt Kalinsky aus Erfahrung.

Einige Frauen, die Angehörige gepflegt haben, hätten Interesse an einer pflegerischen Tätigkeit, andere dagegen beschritten völlig neue Wege. In den vergangenen Jahren hätten immer mehr Frauen über 50 die Koordinierungsstelle aufgesucht.

Leben im Umbruch

Wenn deren Leben im Umbruch ist, etwa durch eine Scheidung, hätten sie großes Interesse an einer neuen Stelle. „Für die Betriebe bedeutet das Sicherheit, dass diese Frau so schnell nicht wieder wechselt“, betont Andrea Kalinsky.

Die enge Zusammenarbeit mit den Betrieben ermögliche den Frauen, Praktika zu machen, um sich dort zu erproben.

Die Koordinierungsstelle biete ihre Hilfe auch bei Nachfolgeregelungen in Familienunternehmen an. Dabei wollen sie speziell Frauen ermutigen, den Schritt in die Leitung zu wagen. Entsprechende Angebote enthalte das Bildungsprogramm, das mit immer mehr Kursen für Ältere aufwarte. Auch eine steigende Zahl von Migrantinnen suche nach der Familienzeit eine Erwerbstätigkeit. Im vergangenen Jahr seien etwa 150 Frauen aus Einwandererfamilien beraten worden.

„Wir wollen eine Bewusstseinsänderung anschieben“, nennen Andrea Kalinsky und Bettina Jacob-Stallforth eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Für eine zukunftsorientierte Personalpolitik müssten die Betriebe ihr Augenmerk verstärkt auf Frauen und ihre Fähigkeiten richten.

Die Koordinierungsstelle „Frau & Betrieb“ ist in der Bierstraße unter Telefon 0541/27026 erreichbar. E-Mai: i nfo@frau-und-betrieb-os.de . Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.frau-und-betrieb-os.de .


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