Landesbischof dankt Mitarbeitern der Diakonie Osnabrücker Schüler beschenken neu angekommene Flüchtlinge



Osnabrück. Fast 250 Päckchen, gefüllt mit einer Mütze, einem Schal, Schokolade, selbst gebackenen Keksen und einer persönlichen Grußkarte, stapelten die Schülerinnen und Schüler im neuen Flüchtlingshaus. Dort trafen sie auf Ralf Meister. Der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers besuchte einen Tag nach der Eröffnung die Einrichtung am Natruper Holz.

Meister zeigte sich begeistert von der spontanen Hilfsbereitschaft der jungen Leute. Die Idee, zu Weihnachten etwas für die Bewohner des Flüchtlingshauses zu tun, wurde an den Berufsbildenden Schulen Haste geboren und schwappte über Freunde zum Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium über. Dort wurden innerhalb einer Woche die Weihnachts- und Willkommenspäckchen zusammengestellt und für Männer, Frauen und Kinder markiert. Sie sollten am Dienstagabend verteilt werden.

Der Landesbischof wollte mit seinem Besuch seine Wertschätzung gegenüber den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Diakonie ausdrücken. Innerhalb von zehn Tagen, nachdem die Diakonie den Zuschlag für die Trägerschaft des Hauses bekommen hatte, mussten genügend Menschen zusammengebracht werden, um die Vorbereitungen für die Aufnahme der ersten 158 Flüchtlinge zu stemmen.

Keine leichte Aufgabe, wie Hinrich Haake, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Osnabrück und kommissarischer Leiter des Flüchtlingshauses, berichtete. Dass alles geklappt habe, liege an dem enormen Engagement aller Beteiligten.

Fünf junge Syrer erzählten dem christlichen Gast, dass sie über die Türkei nach Deutschland gekommen seien. Die meisten sorgen sich um Angehörige in dem Bürgerkriegsland. Es sei sehr schwierig, sie zu erreichen.

Beim Rundgang durch das Haus besichtigte Meister die prall gefüllte Kleiderkammer und das Spielzimmer, in dem sich die jüngsten Gäste am Natruper Holz die Zeit vertreiben. Ausreichend Spielzeug ist vorhanden.

Das liegt auch daran, dass bei der Aktion „Kinder beschenken Kinder“ der Freiwilligen-Agentur Osnabrück so viele Spielsachen übrig geblieben sind, dass die Jungen und Mädchen im Flüchtlingsheim auch Puppen, Spiele, Autos, Bälle oder Kuscheltiere geschenkt bekamen. Zum sechsten Mal hatten Osnabrücker Kinder gutes Spielzeug für Jungen und Mädchen aus armen Familien mit Osnabrück-Pass gespendet. Die Freiwilligen-Agentur sammelte die Spenden mit Auszubildenden der Stadtwerke ein und brachte sie zum Flüchtlingsheim.

Weitere Informationen zum Projekt „Kinder beschenken Kinder“ oder zum freiwilligen Engagement für Flüchtlinge gibt es bei der Freiwilligen-Agentur in der Bürgerberatung, Telefon 0541/323-4208, oder unter www.osnabrueck.de .


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