Klassik, Pop und Experiment Ambitioniertes Unterfangen: Unland im Ledenhof

Konzert mit der Band Unland im Ledenhof.

            

              
              Foto: Swaantje HehmannKonzert mit der Band Unland im Ledenhof. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Das historische Gebäude wurde zum Tonstudio: Um neue Stücke aufnehmen zu können, habt die Band Unland den Ledenhof okkupiert.

Wegen der Atmosphäre im Kaminzimmer und weil die drei das Equipment dort eh aufgebaut hatten, krönten sie das Arbeitswochenende mit einem Konzert vor Publikum – das sie ebenfalls aufzeichneten.

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Unland heißt das Bandprojekt, das Christian Grothe, Jonas Meyer und Shabnam Pavaresh im Januar dieses Jahres gründeten. Am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück sind sie aufeinander gestoßen und haben ihr gemeinsames Interesse an elektroakustischer Ambientmusik entdeckt. Wie jetzt im Ledenhof zu hören ist: Atmosphärische Klanglandschaften breiten sich im historischen Gemäuer aus, die ihre Dynamik durch dunkle Elektronikpattern und industrielle Noise-Einwürfe erlangen.

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Meyer manipuliert den Flügel mit einem Tambourin, bis er sich wie ein schnarrendes Spinett anhört, Pavaresh laviert, zum Teil mit zwei Klarinetten gleichzeitig, durch wunderschöne Melodien und klagendes Gemecker, derweil Grothe seine Gitarre mit Fingern und einem Geigenbogen bearbeitet, Trompete spielt und Effektgeräten Klangteppiche entlockt. Ein ambitioniertes Unterfangen an der Schnittstelle von Klassik, Pop und Experiment.


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