Zeichen der Solidarität Weihnachtsmarkt am Stormhof für die neuen Flüchtlinge



Osnabrück. Wie kann man die neu ankommenden Flüchtlinge in Osnabrück willkommen heißen? Was kann man noch für sie tun, außer Geld und Kleidung zu spenden? Diese Fragen stellten sich Ina Folkers, Wilfried Holle, Christoph Leffler und Anne Reiß, die in direkter Nachbarschaft zum neuen Flüchtlingsheim an den Literatenhöfen leben.

Um ein Zeichen der Solidarität mit den Flüchtlingen zu setzen, luden sie kurzerhand die ganze Nachbarschaft zu einem kleinen Weihnachtsmarkt an der Straße Stormhof ein, bei dem neben Spenden auch gute Ideen gesammelt wurden, wie man die neuen Nachbarn empfangen könnte.

„Die Flüchtlinge sollen sich hier nicht schlecht fühlen, sondern ein bisschen glücklicher werden“, formulierte es Nele, die zehnjährige Tochter von Ina Folkers. Sie wolle zusammen mit ihren Freunden die Kinder im Flüchtlingsheim besuchen und mit ihnen spielen. Hilfe beim Deutschlernen und Spielsachen spenden standen außerdem auf der Ideenliste.

Um Spenden für die Diakonie und terre des hommes zu sammeln, schenkten die Bürger Glühwein aus und verkauften hübsch verpackte Plätzchen. „Wir wollten nicht nur das Flüchtlingsheim unterstützen, sondern auch Kinder, die aktuell noch in Kriegsgebieten leben müssen“, erklärte Ina Folkers.

„Zum Glück sind die Rechten in Osnabrück nicht so stark wie anderswo“, sagte Mitorganisator Wilfried Holle. Dennoch sei es wichtig, sich solidarisch zu zeigen und seine Position deutlich zu machen, um fremdenfeindlichen Tendenzen keinen Raum zu lassen.


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