Zirkus an der Halle Gartlage Osnabrück feiert Weihnachten à la Roncalli

Von



cby Osnabrück. „Manege frei“ hieß es am Samstag an der Halle Gartlage, als der Roncalli Weihnachtszirkus glanzvoll Premiere feierte. Mit dem Programm „Salto Vitale“ bot sich den Zuschauern ein zweieinhalbstündiges Nummernfeuerwerk, das mit zauberhafter Kleinkunst, Akrobatik und Atmosphäre zu überzeugen wusste.

Weithin sichtbar strahlte der Lichterschein des Zirkuszelts in den Abendhimmel. Und schon am Eingang tauchten die Besucher in das nostalgische Flair der Roncalli-Welt ein. Der Duft gebrannter Mandeln erfüllte die Luft, Weihnachtsbäume blinkten – aber noch lag die Manege im Halbdunkel.

Als wenig später die Einzugsmelodie erklang und sich die roten Samtvorhänge öffneten, brandete Applaus auf. Zahlreiche Künstler füllten jonglierend, balancierend und tanzend das Rund und boten einen Vorgeschmack auf das vielfältige Programm des Abends.

Menschen, Tiere, Sensationen

Den Auftakt machte Trapezkünstler Alain Alegria. In acht Metern Höhe schwang er auf der Luftschaukel durch den freien Raum und bot Freihandakrobatik vom Feinsten. Sägemehl wirbelte auf, als Karl Trunk unter großem Beifall seine temperamentvollen Ponys durch die Manege traben ließ. Auch bei dieser Darbietung zeigte sich das Können des sechsköpfigen „Roncalli Orchestra“. Die hervorragende Live-Musik gab stets den passenden Rhythmus vor. Vollkommene Stille herrschte allerdings, als die filigranen Klänge des virtuosen Flötenspielers Gabor Vorsteen durchs Zelt hallten. Leichtfüßig tänzelte er durch die Reihen, um schließlich auf fünf Flöten gleichzeitig zu spielen.

In den kurzen Umbaupausen sorgte Clown Sergej Maslennikov mit seiner unschuldigen Mimik für Lacher. Mit viel Charme führte er im Engelskostüm auch Stepp- und Jonglagekünste vor.

Eine Liebesgeschichte in luftiger Höhe erzählte das „Duo Romance“, bestehend aus Adelina und Alex Boldojar. Kreisend und schwebend führten sie an Bändern, die von der Decke hingen, einen innigen Tanz auf, dessen Poesie beim Publikum viel Zuspruch fand.

Warum Roncalli ab jetzt jedes Jahr kommt ››

Agil wie eine Sprungfeder präsentierte sich Terrier Fredy mit seinem Herrchen Jean-Rodrigue Funke. Zu Swingmusik schlug der intelligente Vierbeiner Salti und verzückte das Publikum. Beeindruckende Balanceakte boten Dany Daniel auf gestapelten Rollen ebenso wie der rote Stachel-Harlekin Andrej Ivakhnenko auf dem Drahtseil, während grazil und anmutig die Französin Romina Micheletty die Hula-Hoop-Reifen kreisen ließ.

Weit nach oben richteten sich schließlich die Zuschauerblicke, als das „Duo Sorellas“ einen der vielen Höhepunkte des Abends bot. In schwindelerregender Höhe lieferten die mehrfach ausgezeichneten Akrobaten punktgenau choreografierte Höhenkunst und sorgten dabei für Nervenkitzel.


Karten für den Roncalli-Weihnachtscircus vom 20. Dezember bis 4. Januar in Osnabrück gibt es in allen Geschäftsstellen der Neuen Osnabrücker Zeitung, telefonisch unter 01806/999000400 sowie unter www.roncalli.de.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN