Artisten beim Warmmachen gesehen Adventstürchen-Führungen im Circus Roncalli in Osnabrück

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lin Osnabrück. Großer Auftritt für die Kinder aus der Adventstürchen-Aktion unserer Zeitung bei der Führung durch den Circus Roncalli: Noch vor der ersten Vorstellung am Samstagnachmittag durften sich die Mädchen und Jungen das große Zirkuszelt mit der Manege und die Bereiche hinter dem großen Vorhang ansehen, die sonst vor den Augen der Zuschauer verborgen sind.

Anschließend waren die Teilnehmer noch zum Besuch der ersten Vorstellung eingeladen. Norbert Eierding von der Deutschen Entertainment AG (DEAG), einem eigentlich auf Konzerte spezialisierten Veranstaltungsunternehmen, mit dem Roncalli bei der Vermarktung und der Öffentlichkeitsarbeit für die „Salto Vitale“-Wintertournee zusammenarbeitet, führte die Kinder durch den Zirkus.

Drei Tage für Abbau, Umbau und Aufbau

Er erklärte den neun Mädchen und Jungen im Alter von acht und neun Jahren, die sich bei der an Drittklässler gerichteten Adventstürchen-Aktion für die Führung angemeldet hatten, viele spannende Details über den Zirkusbetrieb. Als er deutlich machte, dass der ganze Zirkus samt dem großen 1500-Personen-Zelt nur drei Tage für Abbau, Umbau und den Aufbau an einem neuen Spielort braucht, staunten die Kinder und Eltern.

Die Manege war bereits für die wenig später beginnende Vorstellung hergerichtet. Wie Eiderding erklärte, hat eine Manege drei Böden, zuunterst Holz, dann Sägemehl und obenauf ein Teppich. Das Sägemehl wird ausgestreut, damit Artisten und vor allem die Hunde und Pferde, die im „Salto Vitale“-Programm dabei sind, in der Manege weich auftreten können. „Das Sägemehl wird vorher immer glatt geharkt, damit es schön aussieht. In der Vorstellung werden je nach Bedarf noch ein Teppich oder andere Unterlagen aufgelegt.“ Neben den Artisten seien 30 Mitarbeiter dabei, die sich in den Vorstellungen um solche und viele weitere Aufgaben wie den Getränkeverkauf kümmern oder als Schneider in der Garderobenwerkstatt arbeiten.

„Fegen gehört dazu“

Eiderding zeigte den Kindern bei dem Rundgang das Licht- und Tonmischpult im hinteren Zirkusbereich, von dem in den Vorstellungen die Lichteffekte und die Beschallung gesteuert werden. Danach führte er sie in den Künstlereingang zur Manege. Fabio Duwentester, der im Roncalli-Orchester das Schlagzeug spielt, war gerade dabei, die Treppe zur Orchesterplattform zu fegen. „Fegen gehört dazu“, meinte er.

Hinter dem Vorhang zeigte Eierding den Kindern die Geräte, Vorrichtungen und Kostüme, die von den Artisten in den Vorstellungen benötigt werden. „Das liegt hier alles griffbereit, damit wir die Manege zwischen den Nummern schnell umbauen können“, sagte er. In dem kleinen Zelt, das hinten angebaut ist, machten sich bereits einige Artisten vom Schleuderbrett-Trio Csàzàr aus Ungarn für die Vorstellung warm. Unter den bewundernden Blicken der Kinder warfen die Brüder Gabor und Peter Csàzàr ihre Partnerin Cornelia Abràn meterhoch in die Luft und fingen sie nach Saltos und anderen Figuren wieder auf.

Mehr als 1000 Kostüme

Die Gäste sahen sich hinter der Bühne noch den Fundus-Wagen mit der Schneiderei und Wäscherei an. „Wenn ein Kostüm zerreißt oder ein Knopf abspringt, wird es hier repariert. Außerdem werden die Kostüme hier gewaschen. Wir haben mehr als 1000 Kostüme dabei, die darüber hinaus auch ständig gewartet werden“, so Eierding. Nach dem Rundgang lud Eierding die Kinder und Eltern noch zu einem Getränk ein und stellte sie dem Abendspielleiter Antonie Teuteberg vor. Wie Eiderding erklärte, hat dieser Mann in den Vorstellungen das Kommando – alles läuft auf seine Anweisungen hin ab.

Danach nahmen die Kinder ihre Plätze ein – und es dauerte nicht lange, bis Zirkusclown Sergej Maslennikov, den sie bereits zuvor hinten in der Garderobe in seiner Verkleidung als Engel gesehen hatten, einen der Führungsteilnehmer mit einem Heiligenschein foppte – sehr zum Vergnügen der Kinder. „Mir hat es gut gefallen. Dass wir die Artisten noch beim Üben gesehen haben, fand ich sehr interessant“, freute sich Lina, die am meisten darauf gespannt war, in der Vorstellung die Clown-Auftritte zu sehen. Dazu gab es dann reichlich Gelegenheit.


Zweite Führung am 29. Dezember

Da sich für die Führung bei Roncalli viele Kinder angemeldet hatten, haben wir die Teilnehmer ausgelost. Roncalli hatte wegen den vielen Bewerbungen spontan zugesagt, dass wir noch eine zweite Kinderführung anbieten dürfen. Sie findet am 29. Dezember statt – die Teilnehmer losen wir aus den Interessenten aus, die noch nicht bei Roncalli dabei waren. Die Einladungen versenden wir diese Woche zum Abschluss unserer Adventstürchen-Aktion.

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