Urteil am Verwaltungsgericht Eingeklagt: Uni Osnabrück muss 13 Studenten aufnehmen

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Gegen einzelne Fälle hat die Universität Osnabrück Beschwerde eingelegt. Foto: Gert WestdörpGegen einzelne Fälle hat die Universität Osnabrück Beschwerde eingelegt. Foto: Gert Westdörp

kiu/sen Osnabrück. Die Universität Osnabrück muss vorläufig 13 weitere Lehramtsstudenten aufnehmen. Dazu verpflichtete sie das Verwaltungsgericht Osnabrück in einer einstweiligen Anordnung. Die Studenten hatten Eilanträge eingereicht.

Wie das Gericht mitteilt, war den dreizehn Masterstudenten aufgrund zu schlechter Noten ein weiterführender Studiengang verwehrt worden. Dagegen hätten die abgewiesenen Studierenden Eilanträge bei Gericht eingereicht und damit in allen 13 Fällen Erfolg.

Die Beschlüsse seien in einigen Fällen rechtskräftig, bei anderen habe die Universität Beschwerde beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht eingelegt beziehungsweise noch die Möglichkeit dazu.

„Musterverfahren“

Eine der Einschreibungen ist jedoch bereits endgültig, so das Gericht weiter: Das Verwaltungsgericht hat über die Klage als ein „Musterverfahren“ entschieden und damit die Universität durch ein Urteil verpflichtet. Rechtskräftig ist das noch nicht.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Gericht die Universität durch ein Urteil zur endgültigen Einschreibung einer Bewerberin verpflichtet. Notenabhängige Zugangsvoraussetzungen seien nicht verfassungsgemäß und verstießen gegen das Grundgesetz.

Einige der Bewerberinnen hätte die Uni aber nicht nur wegen ihrer nicht ausreichenden Notendurchschnitte abgelehnt, sondern weil sie noch weitere Zugangsvoraussetzungen nicht erfüllten, sagte Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück, unserer Redaktion. Dies seien beispielsweise der Nachweis von 21 Leistungspunkten in Berufs- und Wirtschaftspädagogik oder der Nachweis der Absolvierung eines Schulpraktikums von mindestens 5 Wochen. Gegen diese Fällen geht die Universität vor und Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt.


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