Serie Architektur in Osnabrück Ingenieurschule Osnabrück in der Albrechtstraße

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cby Osnabrück. Mitten auf dem Westerberg entstand in den frühen 1960er-Jahren der Gebäudekomplex der Staatlichen Ingenieurschule. In seiner architektonischen Gestaltung versinnbildlicht er viele Aspekte des Baustils der Nachkriegsmoderne.

Über hundert Meter Länge weist die imposante Frontfassade des fünfgeschossigen Hauptgebäudes auf. Hier fehlt jede Verspieltheit und hervorgehobene Ästhetisierung. Nüchternheit und Zweckmäßigkeit bestimmen hingegen das Bild des „Bildungsbaus“, eindeutige Bezüge zum vorherrschenden architektonischen Zeitgeist. Erst aus einer entfernteren Beobachterposition erschließt sich die beabsichtigte Wirkung des Designs ganz. Lang gezogene Fensterbänder strukturieren die Fassade und lassen das Gebäude zugleich transparent und zugänglich wirken. Der funktionale, klare und sachlich wirkende Charakter des Gebäudes ändert sich dadurch allerdings nicht.

Das aus insgesamt fünf miteinander verbundenen Bauten bestehende Ensemble wurde 1962 durch das Staatshochbauamt Osnabrück im Auftrag des Landes Niedersachsen errichtet. Die sich unmittelbar darin ansiedelnde Staatliche Ingenieurschule Osnabrück bestand zunächst aus den Abteilungen Elektrotechnik und Maschinenbau.

1966 kam die Abteilung Hüttentechnik hinzu. Heute bieten die Fachbereiche Werkstoffe und Verfahren sowie Elektrotechnik und Informatik verschiedene Studiengänge an.

Den Studierenden bietet der Komplex viel Platz. Deutlich wird dies bereits in der weitläufigen, direkt an einen kleinen lichtdurchfluteten Innenhof grenzenden Aula. Das Gestaltungselement Glas bestimmt maßgeblich die Raumwirkung und sorgt für große Offenheit. Tageslichtdurchflutete Gänge und Aufenthaltsbereiche versuchen sich an einer Aufhebung von klarer Innen- und Außenperspektive. Die massiven Stützpfeiler setzen optisch kontrastierende, interessante Akzente.

Hörsäle, Konstruktionsräume, Laboratorien, die Nutzungszwecke der Räume sind vielseitig. Als vielseitig präsentiert sich aber vor allem auch das bauliche Umfeld. Was sich hier, auf dem Campus Westerberg, in der jüngsten Zeit architektonisch tat, ist immens. Die Staatliche Ingenieurschule fügt sich darin als architektonisches Symbol einer nunmehr über fünfzig Jahre zurückliegenden Epoche ein.

Metropolenfaktor: 5 von 6 Sternen
Stadtbildfaktor: 4 von 6 Sternen
Wohlfühlfaktor:
3 von 6 Sternen


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