BBK-Kunstquartier Bilder gegen den Krieg

Blick in die Ausstellung. Foto: Tom BullmannBlick in die Ausstellung. Foto: Tom Bullmann

Osnabrück. Neue Ausstellung: Das BBK-Kunstquartier zeigt „100 Jahre Erster Weltkrieg – Gewaltprävention und Menschenrechte“, mit Malerei, Digitalkunst und Medienkunst von 26 Studierenden der Universität Osnabrück.

Auf dem Bildschirm erscheint eine Oberfläche wie bei einem Ballerspiel. Doch schon nach einigen Momenten merkt man, dass hier etwas nicht stimmt: Statt der Animationen, wie man sie aus den üblichen Ego-Shooter-Games kennt, tauchen plötzlich Bilder aus dem realen Krieg auf, und man realisiert, wie negativ und menschenverachtend solche Computerspiele eigentlich sind.

Anlässlich des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren zeigt das BBK-Kunstquartier jetzt aktuelle Arbeiten von Studierenden des Fachs Kunst an der Universität Osnabrück. Sechs „Composings“, also digitale Collagen zum Thema, sind dort zu sehen.

Zusammen mit vier Videos, vier Plakaten und zwölf gemalten Bildern bilden sie die Ausstellung mit dem Titel „100 Jahre Erster Weltkrieg – Gewaltprävention und Menschenrechte“.

Die Idee dazu hatten Mitglieder von Amnesty International (ai). Sie fragten bei den Kunstlehrenden der Universität an, ob man den Studierenden nicht eine Aufgabe zum Thema Krieg geben könnte, damit diese sich kreativ mit der Materie auseinandersetzen.

In Kooperation mit dem Bund Bildender Künstler (BBK) wurde schließlich die Ausstellung konzipiert. Aus den abgelieferten Arbeiten wählte eine kompetente Jury (Dozenten, Kuratoren sowie ai- und BBK-Mitarbeiter) die Exponate aus. Plakate, auf denen der legendäre Pac-Man Handgranaten frisst oder eine Friedenstaube auf einen Panzer scheißt, abstrakte Bilder mit Paintball-Einschüssen oder Videos, in denen Original-Dokumentarfilmmaterial aus dem Ersten Weltkrieg mit Medienbildern von heute und künstlerischen Eigenaufnahmen konterkariert wird, lassen die Ausstellung zu einem zeitgemäßen, fundamentalen Plädoyer gegen den Krieg werden.

BBK-Kunstquartier (Bierstraße 33): „100 Jahre Erster Weltkrieg – Gewaltprävention und Menschenrechte“. Malerei, Digitalkunst und Medienkunst von 26 Studierenden der Universität Osnabrück. Ab Samstag, 6. Dezember (Eröffnung um 19 Uhr) bis 16. Dezember, Di.–Fr. 14–18 Uhr, Sa. 11–15 Uhr. Infos unter www.bbk-osnabrueck.de.


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