Schätzungen und Hochrechnungen Weniger Schwarzfahrer in Osnabrück als im Bundesdurchschnitt

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Osnabrück. Schwarzfahren oder Beförderungserschleichung, wie es korrekt in Deutschland heißt, ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Über den Schaden, der den Verkehrsbetrieben dadurch entsteht, gibt es nur Schätzungen aus Hochrechnungen bei Kontrollen.

Danach wird der Anteil der Bus- und Bahnfahrgäste ohne Ticket mit 3,5 Prozent, der Einkommensverlust der Verkehrsunternehmen mit bis zu 250 Millionen Euro jährlich beziffert. Hinzu kommen 100 Millionen Euro für den gesamten Kontrollapparat, heißt es vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

In Osnabrück liegt die Zahl der Schwarzfahrer nach Auskunft der Stadtwerke mit ein bis zwei Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Die regelmäßigen Kontrollen würden von den Fahrgästen begrüßt.

Auch die Nordwestbahn spricht von „relativ wenigen Schwarzfahrern“ und führt das auf die „hohe Zugbegleiterquote“ zurück.

Seit 2003 kostet Schwarzfahren 40 Euro. Dieser Betrag sollte nach Ansicht des VDV auf 60 Euro angehoben und den gestiegenen Lebenshaltungs- und Ticketkosten angepasst werden. Obwohl sich die Verkehrsminister der Bundesländer 2013 dafür ausgesprochen hatten, wurde die Forderung vom Bundesverkehrsminister nicht umgesetzt.

Deutschland liegt mit dem Strafmaß am unteren Rande: In Belgien kann Schwarzfahren bis zu 280 Euro kosten.


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