Sekt & The City in der Lagerhalle Reichlich überdreht

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Osnabrück. Sekt & The City unterhielten beim Kabarett-Festival mit der „spritzigsten Scheidungsparty des Jahrhunderts.“ Schlechte Laune, überdrehte Stimmung, Gesangs- und Tanzeinlagen, Kalauer und viel Sektkonsum prätgen das Programm.

Die drei Frauen sind schlecht drauf: Nessa (Vanessa Maurischat) hat eine Affäre mit einem verheirateten Mann, von der sie sich mehr erhofft hatte, Heike (Meike Gottschalk) hat gar keine Beziehungen, und Lena (Helena Marion Scholz) hat sich nach 20 Jahren Ehe von ihrem Mann scheiden lassen. Das ist der Grund für „die spritzigste Scheidungsparty des Jahrhunderts“. So lautet der Titel des Programms von „Sekt & The City“ in der Lagerhalle.

Ziemlich verschieden sind die Freundinnen in diesem Stück des Kabarettfestivals, nicht immer verstehen sie sich besonders gut. Schlechte Laune schimmert bei den „mitteljungen“ Damen auch immer wieder merklich durch, meist geht es allerdings trotzdem reichlich überdreht zu. „Ratzfatz, rubbeldiekatz, miau“, heißt es immer wieder, bevor Sekt aus der Pulle und durch einen Strohhalm getrunken wird. Ist die Flasche leer, wird sie mit Wein aus dem Pappkarton nachgefüllt.

Es scheint ein Humor speziell für Frauen zu sein, jedenfalls amüsiert sich in der Lagerhalle ein sehr weibliches Publikum über die Kapriolen auf der Bühne. Die werden immer wieder auch musikalisch illustriert: In Anlehnung an Frank Sinatras „Ratpack“ nennen sie sich das „Cat Pack“, sie singen und tanzen zum Play-back, die burschikose Nessa begleitet sich selbst am Klavier. Bekannte Hits wie „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Dream a Little Dream of Me“ werden mit originalem Text dargeboten, andere wie „Anything Goes“ oder „Fever“ umgetextet. Und dann gibt es noch den Walzer „Hormone“, zu dem der frischgebackene Single Lena immer neue und abwegigere Reime und Strophen erfindet.

Und so kalauert und blödelt man sich durch den Abend, vertreibt aufkommende schlechte Laune immer wieder durch einen beherzten Schluck und hat am Ende, auch wenn man zunächst nur zu dritt feiern muss, eben doch Spaß an der Party.

Wer noch beim Kabarettfestival aufgetreten ist, lesen Sie auf www.noz.de/kultur-regional


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