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30.11.2014, 13:02 Uhr AUF EIS GELEGT

Rechthaberei um Gastschulgeld in Osnabrück

Ein Kommentar von Wilfried Hinrichs


Mehr Geld fordert die Stadt für die Beschulung von Kindern die aus dem Landkreis kommen. Foto: dpaMehr Geld fordert die Stadt für die Beschulung von Kindern die aus dem Landkreis kommen. Foto: dpa

Osnabrück. Die Stadt und das Umland sind symbiotisch miteinander verwachsen. Der eine kann nicht ohne den anderen. Aus der Biologie wissen wir, dass die Partner in solchen Wechselbeziehungen nichts unternehmen, was dem anderen schaden könnte.

Komisch, dass diese einfache Lehre aus der Natur nicht zu den politischen Akteuren unserer Region durchdringt. In all den schönen Sonntagsreden wird das Miteinander von Stadt und Landkreis immer gern gewürdigt, werden die Beispiele guter Kooperation hervorgeholt. Viele sind es übrigens nicht, und neulich erst legten sich Stadtpolitikerinnen mit dem gemeinsamen Gesundheitsdienst an. Aber wenn es ums Geld geht, ist Schluss mit der Symbiose. Die Stadt muss aus der Not heraus um jeden Euro kämpfen (oder betteln), der Landkreis sieht gar nicht ein, dass er die chronisch klamme Stadt subventionieren soll.

In diesen Scharmützeln ist oft viel Rechthaberei im Spiel. So scheint es auch jetzt beim Streit ums Gastschuldgeld. Doch egal, ob die von der Stadt genannte Summe stimmt oder nicht: Der Kreis muss akzeptieren, dass nach 20 Jahren eine Anpassung überfällig ist – und zügig seine prall gefüllte Kasse öffnen.


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