Überraschung im Bürgerforum Weniger Autos auf der Osnabrücker Martinistraße

Von Jann Weber

Überraschende Entlastung für die Martinistraße: Der Verkehr ist dort seit der Sperrung des Neumarkts um 30 Prozent zurückgegangen. Foto: Joachim DierksÜberraschende Entlastung für die Martinistraße: Der Verkehr ist dort seit der Sperrung des Neumarkts um 30 Prozent zurückgegangen. Foto: Joachim Dierks

Osnabrück. Überraschende Entlastung für die Martinistraße: Der Verkehr ist dort seit der Sperrung des Neumarkts um 30 Prozent zurückgegangen. Das berichtete Stadtbaurat Frank Otte im Bürgerforum Kalkhügel/Wüste, der sich unter anderem auch mit Sitzgelegenheiten, Wegen und Parkplätzen beschäftigte.

Wie die Martinistraße einmal aussehen soll, ist noch offen. Für eine Umgestaltung gibt es die Überlegung, jeweils eine Spur pro Fahrtrichtung für Autos und eine für Busse einzurichten. Dann wäre es mit dem vierspurigen Individualverkehr vorbei. Wie es weitergeht, hängt offenbar von der Entwicklung auf dem Neumarkt ab, der ja wegen der Bauarbeiten gesperrt ist. Seitdem hat der Verkehr auf der Martinistraße abgenommen – „um 30 Prozent“ wie Stadtbaurat Frank Otte dem Bürgerforum mitteilte.

Was bedeutet das für die Pläne mit der Martinistraße? Eine Antwort auf diese Frage ist nach Otte erst dann möglich, wenn der Neumarkt wieder für den Verkehr freigegeben wird – nach dem Ratsbeschluss dann mit einer Spur pro Richtung für Autos.

Mehr Sitzgelegenheiten wünschen sich Anwohner an Wegen, in Geschäften und in der Umgebung des Bischof-Lilje-Altenzentrums (Rehmstraße). Otte versprach, die Verwaltung wolle prüfen, ob weitere Bänke aufgestellt werden können: „Wir behalten das auf dem Merkzettel.“ Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler regte an, dass Bürger sich direkt an Geschäfte wenden und sich – wenn es um den öffentlichen Raum geht – jeweils zu Initiativen zusammenschließen könnten, um eventuell auch für Bänke zu sammeln. Wie Otte ergänzte, müssten solche Vorhaben dann mit der Verwaltung abgestimmt werden.

In der Umgebung der Berufsschulen an der Brinkstraße ärgern sich Anwohner nach wie vor über parkende Autos – mutmaßlich von Schülern aus dem Landkreis, die morgens auf dem letzten Drücker Parkplätze suchen. Otte berichtete von Gesprächen mit dem Landkreis. Unter anderem werde an einem Mitfahrportal gearbeitet, damit weniger Autos unterwegs sind.

Anwohner des Pappelgrabens können sich auf den Ausbau ihrer Straße freuen: Wie Otte berichtete, sind die Ausschreibungen auf dem Weg. Baubeginn soll im kommenden Frühjahr sein.