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28.11.2014, 17:22 Uhr LANGE VORSCHLAGSLISTE

Straßennamen in Osnabrück: Eine Frage des Zeitgeists

Kommentar von Sebastian Stricker

Manche Bezeichnung von Straßen und Plätzen, die vor 50 oder 100 Jahren recht und billig erschien, ist heute fragwürdig. Foto: Joachim DierksManche Bezeichnung von Straßen und Plätzen, die vor 50 oder 100 Jahren recht und billig erschien, ist heute fragwürdig. Foto: Joachim Dierks

Osnabrück. Namen von Straßen und Plätzen spiegeln den Zeitgeist wider. So ist manche Bezeichnung, die vor 50 oder 100 Jahren recht und billig erschien, heute fragwürdig.

Pathetisches wie Vaterlandsweg, Heimatweg und Kameradschaftsweg im Stadtteil Widukindland als Abziehbild der Zwischenkriegsjahre ist dafür ein Beispiel. Ein anderes liefert der Sonnenhügel, wo sich im Bertholdweg, Boelckeweg und Immelmannweg die Familien deutscher Jagdflieger aus dem Ersten Weltkrieg niederschlagen.

In unserer Zeit hingegen müssen Bezeichnungen mit politischer Dimension vor allem dem Image der Friedensstadt gerecht werden. Da passt ein Peter Niebaum gut hinein, zumal dieser Vorschlag hohen Lokalbezug hat. Anders als Nelson Mandela.

Natürlich darf Osnabrück auch diesen Friedensnobelpreisträger aufs Schild heben – er wäre ja nicht der Erste. Allerdings befinden sich auf der Vorschlagsliste einige Namen, die wesentlich enger mit unserer Stadt in Verbindung stehen. Sie sollten nicht auf einem Blatt Papier verewigt bleiben.


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