Eklat bei Mitgliederversammlung Ermittlungen im Betrugsfall osradio 104,8 ausgedehnt


Osnabrück. Die Staatsanwaltschaft hat die strafrechtlichen Untersuchungen im Betrugsskandal bei osradio 104,8 auf weitere Personen ausgedehnt. Ermittelt wird nicht länger nur gegen den bislang hauptverdächtigen, früheren ersten Vorsitzenden Burkhard Holst, sondern auch gegen vier weitere Mitglieder aus der alten und neuen Führung des Bürgerfunksenders.

Im Visier der Staatsanwaltschaft befinden sich nun zusätzlich die Geschäftsstellenleiterin von osradio 104,8, außerdem ein amtierendes und zwei ausgeschiedene Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands. Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer

Starten Sie jetzt Ihren kostenlosen Probemonat!

Schließen Sie jetzt den kostenfreien Probemonat ab, um diesen Artikel zu lesen. Alle weiteren Inhalte auf unserer Webseite und in der App „noz News“ stehen Ihnen dann ebenfalls zur Verfügung.
Probemonat für 0 €
Anschließend 9,95 €/Monat | Monatlich kündbar
paypal express
Sind Sie bereits Abonnent der gedruckten Zeitung?

Der Verein osradio 104,8 ist Veranstalter des gleichnamigen Bürgerfunksenders in Osnabrück. Ihm gehören gegenwärtig rund 75 Mitglieder an. Die Lokalstation selbst beschäftigt elf Festangestellte, die Personalkosten in Höhe von 254.000 Euro verursachen. Darüber hinaus arbeiten Scharen von Praktikanten für den Sender. Über 200 Nutzer sind eingetragen.Größter Geldgeber von osradio 104,8 ist die Niedersächsische Landesmedienanstalt, die den laufenden Betrieb mit jährlich 267.500 Euro unterstützt. Stadt und Landkreis Osnabrück schießen pro Jahr jeweils 39.000 Euro zu. Übrige Ausgaben, die 2014 insgesamt 432.000 Euro betrugen (Kalkulation für 2015: 361.000 Euro), müssen aus Eigenmitteln bestritten werden.

osradio 104,8 sendet 28 Stunden pro Woche Bürgerfunk: montags bis samstags von 18 bis 22 Uhr sowie sonntags von 14 bis 18 Uhr. In den vergangenen zwölf Monaten produzierte die Station weit über 1000 eigene Beiträge – im Schnitt fünf pro Arbeitstag.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der NOZ MEDIEN und mh:n MEDIEN