Umfragen an Uni und Hochschule Wie bewegen sich Osnabrücks Studenten fort?

Bus, Auto, Fahrrad: Welches Verkehrsmittel am Campus Osnabrück bevorzugt werden, sollen zwei Umfragen ermitteln. Mit Ergebnissen wird in Kürze gerechnet. Foto: Michael GründelBus, Auto, Fahrrad: Welches Verkehrsmittel am Campus Osnabrück bevorzugt werden, sollen zwei Umfragen ermitteln. Mit Ergebnissen wird in Kürze gerechnet. Foto: Michael Gründel

ng Osnabrück. Fahren Osnabrücks Studenten mit dem Bus? Nutzen die Dozenten das Auto? Kommen die Mitarbeiter mit dem Fahrrad? Und wer geht auf dem Campus eigentlich noch zu Fuß? Universität und Hochschule wollen es herausfinden. Mit Ergebnissen ihrer Umfragen wird in Kürze gerechnet.

„Wie kommt ihr zur Hochschule?“, lautete die Kernfrage der Online-Erhebung an der FH, bei der einen Monat lang die Mobilität von Studierenden und Personal genau unter die Lupe genommen wurde. Herauszufinden war etwa, wie häufig bestimmte Verkehrsmittel genutzt, welche Entfernungen zurückgelegt und wie die Möglichkeiten des Fortkommens auf Osnabrücks Straßen allgemein beurteilt werden. Zugleich fragten die Macher nach der Bereitschaft, auf motorisierte Untersätze zu verzichten. Die Ergebnisse sollen helfen, das Angebot den Bedürfnissen anzupassen.

Freifahrten zu gewinnen

An der Hochschule betreut die Forschungsgruppe Mobilität die Umfrage. Ihr gehören auch Vertreter von Stadtverwaltung und Stadtwerken Osnabrück an, außerdem das Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) sowie die Agentur 22quadrat. Angestoßen vom Hochschul-Arbeitskreis Nachhaltigkeit und unterstützt von der Stiftung für angewandte Wissenschaften, wurde das Projekt seit dem Sommersemester vorbereitet. Die Umfrage selbst lief von Ende Oktober bis Ende November. Mittlerweile ist sie beendet. Resultate sollen Anfang Januar veröffentlicht werden.

„Es haben zahlreiche Studierende und Mitarbeiter der Hochschule teilgenommen“, stellt Kai Michael Griese von der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften fest. Mehr will der Marketingprofessor nicht verraten. Somit bleibt vorläufig auch geheim, wer die Hauptgewinner der Verlosung sind, mit der die Hochschule die Umfrage garniert hat: Preise waren eine Bahncard 50 für zwei Jahre, ein Semesterticket für das gesamte Studium sowie ein neues iPhone.

Semesterticket im Fokus

An der Universität erfasst und analysiert seit Anfang Oktober das Verkehrsreferat im Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) das Mobilitätsverhalten. Neben Basisinformationen fragt es vor allem ab, wie das Semesterticket genutzt wird, das alle 12.575 Uni-Studenten in Osnabrück besitzen. Auf welchen Strecken sind sie damit unterwegs?

„Wir wollen zum Beispiel herausfinden, welche möglichen Netzerweiterungen gewünscht werden“, erläutert Verkehrsreferent Pascal Raynaud. Denn exakte Kenntnisse des Bedarfs würden die Auseinandersetzung mit Verkehrsunternehmen erleichtern, die Vertragspartner beim Semesterticket sind. Oder einzelne Verhandlungen sogar auf Sicht überflüssig machen: Gemeinsam mit anderen Hochschulen in Niedersachsen feilt Raynaud nämlich an der Entwicklung eines landesweit gültigen Semestertickets. Ein Testbetrieb ab 2015 ist das Ziel. Die Umfrage könne bei der endgültigen Umsetzung helfen.

Besonders gespannt ist der Asta auch auf das Ergebnis im Bereich Autonutzung: Aufgrund älterer Zahlen geht das Verkehrsreferat davon aus, dass ungefähr ein Drittel der Uni-Studenten nicht einmal einen Führerschein besitzt. Ob das stimmt, zeigt sich in wenigen Wochen. Bis zum 7. Dezember läuft die Umfrage noch. Schon kurz danach will Raynaud die Resultate bekannt geben.